U 731

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Kriegsmarine Unterseeboot U 731

Typ: VII C
Bauauftrag: 21.11.1940
Bauwerft: F. Schichau GmbH Danzig
Serie: U 731 - U 750
Baunummer: 1522
Kiellegung: 01.10.1941
Stapellauf: 25.07.1942
Indienststellung: 03.10.1942
Kommandant: Werner Techand
Feldpostnummer: M - 50 791

Kommandanten

03.10.1942 - 30.11.1943 Oberleutnant zur See Werner Techand
01.12.1943 - 15.05.1944 Oberleutnant zur See Alexander Graf von Keller

Flottillen

03.10.1942 - 30.04.1943 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.05.1943 - 15.05.1944 1. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

29.04.1943 - 01.05.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

02.05.1943 - 12.06.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Brest


Am 29.04.1943 lief U 731 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Werner Techand von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus [1]. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoff- und Proviantergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, wobei es zu den U-Boot-Gruppen Iller und Donau 1 gehörte. Nach einer Gesamtdauer von 45 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.550 sm über und 458 sm unter Wasser lief das Boot am 12.06.1943 in Brest ein. Das Boot konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 731 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

29.08.1943 - 01.11.1943: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 29.08.1943 lief U 731 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Werner Techand von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, wobei es zu den U-Boot-Gruppen Leuthen und Rossbach gehörte. Am 16.10.1943 wurde es von U 271 mit 4,5 m³ Brennstoff und am 21.10.1943 von U 460 mit 26 m³ Brennstoff versorgt. Nach einer Gesamtdauer von 65 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 6.159,4 sm über und 1.269 sm unter Wasser lief das Boot am 01.11.1943 wieder in Brest ein. Das Boot konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 731 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

19.12.1943 - 18.02.1944: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient


Am 19.12.1943 lief U 731 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Alexander Graf von Keller von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und westlich von Irland, wobei es zu den U-Boot-Gruppen Rügen 7, Rügen 6, Rügen, Stürmer und Igel 2 gehörte. Nach einer Gesamtdauer von 62 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 3.781,3 sm über und 1.665,2 sm unter Wasser lief das Boot am 18.02.1944 in Lorient ein. Das Boot konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 731 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

03.04.1944 - 06.04.1944: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient

18.04.1944 - 15.05.1944: Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes


Am 03.04.1944 lief U 731 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Alexander Graf von Keller von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Zur Beseitigung von Schäden musste das Boot am 06.04.1944 zunächst nach Lorient zurückkehren. Nach der Reparatur und dem erneuten Auslaufen operierte es im Mittelatlantik vor Tanger. U 731 sollte auf dieser Fahrt durch die Straße von Gibraltar ins Mittelmeer durchbrechen, wurde bei diesem Versuch jedoch geortet und von britischen Kriegsschiffen und einem amerikanischen Flugzeug versenkt. Die Gesamtdauer für diese Unternehmung bis zum Untergang betrug 43 Tage. Das Boot konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 731 - 4. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 15.05.1944
Letzter Kommandant: Alexander Graf von Keller
Ort: Straße von Gibraltar
Position: 35° 54' Nord - 05° 45' West
Planquadrat: CG 9592
Verlust durch: Hedgehog
Tote: 54
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 731

Verbleib im Detail


Am 15.05.1944 wurde U 731 in der Straße von Gibraltar vor Tanger durch Wasserbomben und Hedgehog-Angriffe der britischen U-Jäger HMS Kilmarnock (BEC.11) unter dem Kommando von Lieutenant Commander Kenneth Binfield Brown und HMS Blackfly (FY.117) unter dem Kommando von Lieutenant Commander Alwyn Phillips Hughes sowie der Consolidated PBY Catalina P-1 unter dem Kommando von Lieutenant Hubertus L. Worrell und P-14 unter dem Kommando von Lieutenant junior grade Matthias J. Vopatek der amerikanischen US-Navy Squadron VP-63 versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 25.04.44 im Mittelatlantik vor Tanger beim Passieren der Straße von Gibraltar von den beiden mit MAD (Magnetdetektoren) ausgerüsteten Catalinas P-14 und P-1 der US-Navy-Squadron VP-63 geortet. Diese meldeten das U-Boot weiter an die britischen U-Jäger KILMARNOCK und BLACKFLY die U 731 aufspürten. Schon nach der ersten Hedgehog-Salve trieb ein großer Ölteppich an der Wasseroberfläche auf, der die Versenkung des Bootes anzeigte.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 236.



Clay Blair schreibt dazu:

Am Nachmittag des 15. Mai wurde von Keller mit U 731 von zwei mit MAD ausgestatteten Catalinas der US-Navy-Squadron VP 63 geortet. Die Piloten, Matthias J. Vopatek und H.L. Worrell, griffen mit Retrobomben an und riefen vorschriftsmäßig ein britisches Überwasserschiff herbei. Die Sloop Kilmarnock, die Korvette Aubretia und der ASW-Trawler Black Fly reagierten auf die Funksprüche, und die von K.B. Brown geführte Kilmarnock bombte U 371 mit Hedgehog-Geschossen und Wasserbomben, die das Boot vernichteten. Es gab keine Überlebenden.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 599.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 337, 507, 509, 511, 599.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 121, 240.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 89, 240. a

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - "Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 236.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - "Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag - 2008 - S. 291.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 82, 267, 272, 281.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 661 - U 849" - Eigenverlag - S. 163 - 169.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 169.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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