U 953
Kriegsmarine Unterseeboot U 953
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 10.04.1941 |
| Bauwerft: | Blohm & Voss Hamburg |
| Serie: | U 951 - U 994 |
| Baunummer: | 153 |
| Kiellegung: | 10.02.1942 |
| Stapellauf: | 28.10.1942 |
| Indienststellung: | 17.12.1942 |
| Kommandant: | Karl-Heinz Marbach |
| Feldpostnummer: | M - 49 558 |
Kommandanten
| 17.12.1942 - 00.08.1944 | Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach |
| 00.08.1944 - 00.04.1945 | Oberleutnant zur See Herbert A. Werner |
| 00.04.1945 - 08.05.1945 | Oberleutnant zur See Erich Steinbrink |
Flottillen
| 17.12.1942 - 31.05.1943 | 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot) |
| 01.06.1943 - 14.10.1944 | 3. U-Flottille, La Pallice (Frontboot) |
| 15.10.1944 - 08.05.1945 | 33. U-Flottille, Flensburg (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
13.05.1943 - 15.05.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
15.05.1943 - 22.07.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in La Pallice
Am 13.05.1943 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, sowie Brennstoff- und Wasserergänzung in Kristiansand, operierte das Boot im Nordatlantik und im Mittelatlantik. Es wurde am 11.06.1943 von U 488 mit 32 m³ Brennstoff, 1 m³ Schmieröl und 7 Tagen Proviant versorgt. U 953 gehörte zu den U-Boot-Gruppen Trutz, Trutz 2 und Geier 2. Am 09.07.1943 kam bei einem Fliegerangriff 1 Mann ums Leben und 2 Mann wurden verletzt. Nach einer Gesamtdauer von 71 Tagen und zurückgelegten 8.275 sm über und 1.070,5 sm unter Wasser, lief U 953 am 22.07.1943 in La Pallice ein. Nach dieser Fahrt erfolgte, vom 23.07.1943 - 24.09.1943, der Umbau zu einem sogenannten Flak-U-Boot. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 953 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
02.10.1943 - 04.10.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
04.10.1943 - 17.11.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 02.10.1943 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach von La Pallice zu seiner 2. Unternehmung aus. Nach zwei Tagen mußte das Boot, wegen einer Ölspur und zu geringer Anzahl von 2-cm-Munition, zurück nach La Pallice. Nach der Reparatur operierte es im Nordatlantik und westlich von Spanien (Flak-Falle). Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Schill. Nach einer Gesamtdauer von 47 Tagen und zurückgelegten 2.270,5 sm über und 1.497,5 sm unter Wasser, lief U 953 am 17.11.1943 wieder in La Pallice ein. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 953 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
26.12.1943 - 20.02.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 26.12.1943 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach von La Pallice zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und nordwestlich von Spanien. Es gehörte zu den U-Boot-Gruppen Borkum und Borkum 3. Nach einer Gesamtdauer von 57 Tagen und zurückgelegten 4.195,5 sm über und 1.677 sm unter Wasser, lief U 953 am 20.02.1944 wieder in La Pallice ein. Nach dieser Unternehmung erfolgte, vom 21.02.1944 - 29.03.1944, der Einbau einer Schnorchelanlage und Rückbau von Flak- zum Kampfboot in der Kriegsmarinewerft La Pallice. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 953 - 3. Unternehmung
Tieftauchversuch
30.03.1944 - 01.04.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice
Am 30.03.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach von La Pallice aus. Das Boot unternahm, nach dem Rückbau vom Flak- zum Kampfboot, Probefahrten und einen Tieftauchversuch in der Biskaya. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 953 am 01.04.1944 wieder in La Pallice ein.
Verlegungsfahrt
23.04.1944 - 26.04.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in Brest
Am 23.04.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach von La Pallice aus. Das Boot verlegte nach Brest. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 953 am 26.04.1944 in Brest ein. Dort lag es, in Erwartung der Alliierten Invasion, in sechsstündiger Bereitschaft.
4. Unternehmung
22.05.1944 - 28.05.1944: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
Am 22.05.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach von Brest zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte in der Biskaya, vor dem Eingang zum Ärmelkanal und nördlich Quessant. Es gehörte zur U-Boot-Gruppe Dragoner, die zur Probe der Abwehr einer Alliierten Invasion ausgelaufen war. Nach einer Gesamtdauer von 7 Tagen und zurückgelegten 97,5 sm über und 229 sm unter Wasser, lief U 953 am 28.05.1944 wieder in Brest ein. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen. Danach trat das Boot, als Bereitschaftsboot, zur Gruppe Landwirt.
Original Kriegstagebuch U 953 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
06.06.1944 - 18.06.1944: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
Am 06.06.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach von Brest zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte, beim Beginn der Alliierten Invasion, in der Biskaya und dem Ärmelkanal. Nach einer Gesamtdauer von 13 Tagen und zurückgelegten 59 sm über und 515,5 sm unter Wasser, lief U 953 am 18.06.1944 wieder in Brest ein. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 953 - 5. Unternehmung
6. Unternehmung
24.06.1944 - 22.07.1944: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
Am 24.06.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Karl-Heinz Marbach von Brest zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte in der Biskaya und dem Ärmelkanal. Nach einer Gesamtdauer von 29 Tagen und zurückgelegten 78 sm über und 954,5 sm unter Wasser, lief U 953 am 22.07.1944 wieder in Brest ein. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 953 - 6. Unternehmung
7. Unternehmung
10.08.1944 - 11.08.1944: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest
12.08.1944 - 19.08.1944: Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in La Pallice
Am 10.08.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von Brest zu seiner 7. Unternehmung aus. Einen Tag später mußte das Boot, nach einem Schnellbootangriff auf das Auslaufgeleit, zurück nach Brest. Nach dem erneuten Auslaufen, operierte es in der Biskaya und dem Ärmelkanal. Nach einer Gesamtdauer von 10 Tagen lief U 953 am 19.08.1944 in La Pallice ein. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 953 - 7. Unternehmung
8. Unternehmung
31.08.1944 - 11.10.1944: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in Bergen
Am 31.08.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von La Pallice zu seiner 8. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik und dem Nordkanal. Nach einer Gesamtdauer von 42 Tagen und zurückgelegten 86 sm über und 2.433 sm unter Wasser, lief U 953 am 11.10.1944 in Bergen ein. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 953 - 8. Unternehmung
Verlegungsfahrt
16.10.1944 - 17.10.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Haugesund
18.10.1944 - 18.10.1944: Ausgelaufen von Haugesund - Eingelaufen in Egersund
19.10.1944 - 25.10.1944: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Flensburg
Am 16.10.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von Bergen aus. Das Boot verlegte, über Haugesund und Egersund, nach Flensburg. Nach insgesamt 10 Tagen lief U 953 am 25.10.1944 in Flensburg ein. Später nach Kiel verlegt.
Verlegungsfahrt
03.11.1944 - 04.11.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Lübeck
Am 03.11.1944 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von Kiel aus. Das Boot verlegte, in die Werft nach Lübeck. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 953 am 04.11.1944 in Lübeck ein. Dort erfolgte eine Grundüberholung des Bootes.
Verlegungsfahrt
01.02.1945 - 02.02.1945: Ausgelaufen von Lübeck - Eingelaufen in Kiel
Am 01.02.1945 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von Lübeck aus. Das Boot verlegte, nach dem Werftaufenthalt, zurück nach Kiel. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 953 am 02.02.1945 in Kiel ein.
Verlegungsfahrt
04.02.1945 - 08.02.1945: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten
08.02.1945 - 09.02.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand
Am 04.02.1945 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 1021, über Horten, nach Kristiansand. Nach insgesamt 6 Tagen lief U 953 am 09.02.1945 in Kristiansand ein.
Verlegungsfahrt
12.02.1945 - 15.02.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen
Am 12.02.1945 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von Kristiansand aus. Das Boot verlegte, zu Reparaturen, in die Werft nach Bergen. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 953 am 15.02.1945 in Bergen ein.
9. Unternehmung
21.02.1945 - 03.04.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Bergen
Am 21.02.1945 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von Bergen zu seiner 9. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich des Ärmelkanals. Nach einer Gesamtdauer von 42 Tagen lief U 953 am 03.04.1945 wieder in Bergen ein. U 953 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 953 - 9. Unternehmung
Verlegungsfahrt
06.04.1945 - 09.04.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Drontheim
Am 06.04.1945 lief U 953 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Herbert A. Werner von Bergen aus. Das Boot verlegte in die Werft nach Drontheim. Nach insgesamt 4 Tagen lief U 953 am 09.04.1945 in Drontheim ein.
Überführungsfahrt
29.05.1945 - 31.05.1945: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Scapa Flow
02.06.1945 - 03.06.1945: Ausgelaufen von Scapa Flow - Eingelaufen in Loch Ryan
U 953 lief am 29.05.1945 von Drontheim aus. Das Boot überführte, über Scapa Flow, nach Loch Ryan. Am 03.06.1945 lief U 953 in Loch Ryan ein. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft.
Verlegungsfahrt
30.12.1945 - 31.12.1945: Ausgelaufen von Loch Ryan - Eingelaufen in Lisahally
U 953, lief am 30.12.1945 von Loch Ryan aus. Das Boot verlegte nach Lisahally. Dort diente es später den Briten als Versuchsboot und wurde 1949 abgebrochen.
Verbleib
| Datum: | 03.06.1945 |
| Letzter Kommandant: | Erich Steinbrink |
| Ort: | Loch Ryan |
| Position: | 54° 59' Nord - 05° 03' West |
| Planquadrat: | AM 6549 |
| Verlust durch: | Übergabe an Großbritannien |
| Tote: | 0 |
| Überlebende: | - |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 953 |
Verbleib im Detail
U 953 wurde nach dem Krieg britische Beute und als Versuchsboot verwendet. Es wurde im Juni 1949 bei Clayton & Davies Ltd. in Dunston abgebrochen und verschrottet.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 154, 232, 253.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 97, 223.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 399.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag - 2008 - S. 305.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 89.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 -1945 - KTB U 850 - U 1100" - Eigenverlag - S. 91 -91.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 139.
Herbert A. Werner "Die eisernen Särge" - Heyne Verlag - 2001.