U 180: Unterschied zwischen den Versionen
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== | == Kriegsmarine Unterseeboot U 180 == | ||
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U 180 ist seit dem 23.08.1944 in der Biskaya westlich von Bordeaux aus unbekannter Ursache verschollen. | U 180 ist seit dem 23.08.1944 in der Biskaya westlich von Bordeaux aus unbekannter Ursache verschollen. | ||
U 180 war auf dieser Unternehmung auf einer Transportmission in den Fernen Osten unterwegs. Als U 180 wiederholt seine Position nicht meldete, wurde es am 15.09.1944 in der Bucht von Biskaya als vermisst erklärt. Eine Erklärung für den Verlust ist derzeit nicht bekannt. Einige Quellen führen den Verlust auf einen Minentreffer im RAF-Luftminenfeld "Deodar" vor der Gironde-Mündung zurück. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass U 180 eine Mine getroffen hat, da es bereits die Zweihundertmeter-Linie erreicht hatte, als es am 23.08.1944 seinen Geleit entlassen hatte. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 230). | |||
*U 180 war auf dieser Unternehmung auf einer Transportmission in den Fernen Osten unterwegs. Als U 180 wiederholt seine Position nicht meldete, wurde es am 15.09.1944 in der Bucht von Biskaya als vermisst erklärt. Eine Erklärung für den Verlust ist derzeit nicht bekannt. Einige Quellen führen den Verlust auf einen Minentreffer im RAF-Luftminenfeld "Deodar" vor der Gironde-Mündung zurück. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass U 180 eine Mine getroffen hat, da es bereits die Zweihundertmeter-Linie erreicht hatte, als es am 23.08.1944 seinen Geleit entlassen hatte. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 230). | |||
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Aktuelle Version vom 22. April 2026, 08:39 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 180
| Bezeichnung: | U 180 |
| Typ: | IX D1 |
| Bauauftrag: | 28.05.1940 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 180 - U 181 |
| Baunummer: | 1020 |
| Kiellegung: | 25.02.1941 |
| Stapellauf: | 10.12.1941 |
| Indienststellung: | 16.05.1942 |
| Kommandant: | Werner Musenberg |
| Feldpostnummer: | M - 44 013 |
Kommandanten
| 16.05.1942 - 04.01.1944 | Fregattenkapitän - Werner Musenberg |
| 00.10.1943 - 07.11.1943 | Oberleutnant zur See - Harald Lange |
| 05.01.1944 - 01.04.1944 | Außer Dienst (Umbau zum Transportboot) |
| 02.04.1944 - 23.08.1944 | Oberleutnant zur See - Rolf Riesen |
Flottillen
| 16.05.1942 - 31.01.1943 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.02.1943 - 00.11.1943 | 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot) |
| 00.11.1943 - 00.04.1944 | Außer Dienst |
| 00.04.1944 - 23.08.1944 | 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
09.02.1943 - 10.02.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Marviken
11.02.1943 - 11.02.1943: Ausgelaufen von Marviken - Eingelaufen in Egersund
12.02.1943 - 02.07.1942: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Verdon
03.07.1943 - 03.07.1943: Ausgelaufen von Verdon - Eingelaufen in Bordeaux
Am 09.02.1943 lief U 180 unter dem Kommando von Fregattenkapitän Werner Musenberg von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee, einer Brennstoffergänzung in Marviken sowie einem wetterbedingten Aufenthalt ebendort, operierte das Boot im Südatlantik, vor Südafrika, im Indischen Ozean und im Seegebiet um die Insel Mauritius. Während des Einsatzes erfolgten mehrere Versorgungen: Am 03.03.1943 wurden durch U 462 60 m³ Brennstoff, 600 l Getriebeöl, Proviant für 14 Tage, ein Metox-Gerät sowie Kisten mit Bolden für das japanische U-Boot I-29 übergeben. Eine weitere Ergänzung der Bestände erfolgte am 19.06.1943 durch U 530 mit 38 m³ Brennstoff und Proviant für 14 Tage. Zudem wurden auf dem Rückmarsch in Verdon 3 m³ Brennstoff von U 518 übernommen.
Ein besonderer Schwerpunkt dieser Fahrt war das Treffen mit dem japanischen U-Boot I-29 am 27.04.1943, bei dem die mitgeführte Fracht – darunter ein Kanonenrohr mit Munition, Kisten mit Bolden, Konstruktionspläne und Blaupausen der Panzerfaust, der 3-cm-Gasdruckkanone sowie von V 1 und V 2 und Post – übergeben wurde. Im Gegenzug übernahm U 180 2 t Gold, 1,3 t japanische Erfindungen, Kisten mit Chinin, drei japanische Torpedos sowie die Offiziere Tetsushiro Emi und Hideo Tomonaga. Die an Bord befindlichen indischen Freiheitskämpfer Subhash-Chandra Bose und Dr. Habid Hassan stiegen auf I-29 um, um nach Singapur gebracht zu werden.
Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 145 Tagen und einer zurückgelegten Distanz von 22.083 sm lief U 180 am 03.07.1943 in Bordeaux ein. Im Anschluss wurde das Boot von Juli 1943 bis April 1944 zum Transport-U-Boot umgebaut; gleichzeitig erfolgte in der Kriegsmarinewerft Bordeaux der Einbau einer Schnorchelanlage. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 2 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 13.298 BRT. → Erfolge U 180.
Original Kriegstagebuch U 180 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
20.08.1944 - 23.08.1944: Ausgelaufen von Bordeaux - Boot verschollen
Am 20.08.1944 lief U 180 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Rolf Riesen von Bordeaux zu seiner 2. Unternehmung aus. Das als Transport-U-Boot umgebaute Boot sollte Nachschubgüter für den Stützpunkt in Penang befördern, erreichte sein Ziel jedoch nicht. Seit dem 23.08.1944 gilt U 180 als unbekannt verschollen. Auf dieser Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.
Original Kriegstagebuch U 180 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 23.08.1944 |
| Letzter Kommandant: | Rolf Riesen |
| Ort: | Biskaya |
| Position: | (44° 50' Nord - 01° 40' West) |
| Planquadrat: | (BF 9370) |
| Verlust durch: | Unbekannt |
| Tote: | 56 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 180 |
Verbleib im Detail
U 180 ist seit dem 23.08.1944 in der Biskaya westlich von Bordeaux aus unbekannter Ursache verschollen.
- U 180 war auf dieser Unternehmung auf einer Transportmission in den Fernen Osten unterwegs. Als U 180 wiederholt seine Position nicht meldete, wurde es am 15.09.1944 in der Bucht von Biskaya als vermisst erklärt. Eine Erklärung für den Verlust ist derzeit nicht bekannt. Einige Quellen führen den Verlust auf einen Minentreffer im RAF-Luftminenfeld "Deodar" vor der Gironde-Mündung zurück. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass U 180 eine Mine getroffen hat, da es bereits die Zweihundertmeter-Linie erreicht hatte, als es am 23.08.1944 seinen Geleit entlassen hatte. (Dr. Axel Niestlé - S. 230).
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 139, 168, 193.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 76, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 286.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 135.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 135, 230.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 171 - U 222" - Eigenverlag - S. 76 - 80.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.