U 163: Unterschied zwischen den Versionen
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U 163 wurde am 13.03.1943 im Nordatlantik, nördlich von Kap Ortegal, durch neun Wasserbomben der kanadischen Korvette [[HMCS Prescott (K.161)]] unter dem Kommando von Lieutenant Wilfred McIssac versenkt. | U 163 wurde am 13.03.1943 im Nordatlantik, nördlich von Kap Ortegal, durch neun Wasserbomben der kanadischen Korvette [[HMCS Prescott (K.161)]] unter dem Kommando von Lieutenant Wilfred McIssac versenkt. | ||
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Das Boot war zuvor beim Angriff auf den alliierten Geleitzug MKS-9 mittels [[Radar]] geortet worden. Nach mehreren Anläufen führten neun präzise gesetzte Wasserbomben, die auf große Tiefe eingestellt waren, gegen 23:30 Uhr zur Zerstörung des Bootes. Der Erfolg wurde der Prescott erst nach dem Krieg durch den Abgleich von Unterlagen offiziell zugeschrieben, da es in der Nacht keine unmittelbare visuelle Bestätigung für die Versenkung gab. | Das Boot war zuvor beim Angriff auf den alliierten Geleitzug MKS-9 mittels [[Radar]] geortet worden. Nach mehreren Anläufen führten neun präzise gesetzte Wasserbomben, die auf große Tiefe eingestellt waren, gegen 23:30 Uhr zur Zerstörung des Bootes. Der Erfolg wurde der Prescott erst nach dem Krieg durch den Abgleich von Unterlagen offiziell zugeschrieben, da es in der Nacht keine unmittelbare visuelle Bestätigung für die Versenkung gab. | ||
Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung und die späteren Neubewertungen durch das [[FDS/NHB]], wurde im April 1987 geändert. Der Angriff des U-Boots [[USS Herring (SS-233)]] (Comdr. John-Corbus), am 21.03.1943 auf der Position 44° 13' Nord - 08° 23' West, dem früher die Zerstörung von U 163 zugeschrieben wurde, richtete sich sehr wahrscheinlich nicht gegen ein U-Boot, möglicherweise war es ein spanisches Fischerboot. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 228). | |||
*Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung und die späteren Neubewertungen durch das [[FDS/NHB]], wurde im April 1987 geändert. Der Angriff des U-Boots [[USS Herring (SS-233)]] (Comdr. John-Corbus), am 21.03.1943 auf der Position 44° 13' Nord - 08° 23' West, dem früher die Zerstörung von U 163 zugeschrieben wurde, richtete sich sehr wahrscheinlich nicht gegen ein U-Boot, möglicherweise war es ein spanisches Fischerboot. ([[Dr. Axel Niestlé]] - S. 228). | |||
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Aktuelle Version vom 22. April 2026, 08:27 Uhr
Kriegsmarine Unterseeboot U 163
| Typ: | IX C |
| Bauauftrag: | 25.09.1939 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Werk Seebeck Geestemünde |
| Serie: | U 161 - U 166 |
| Baunummer: | 702 |
| Kiellegung: | 08.05.1940 |
| Stapellauf: | 01.05.1941 |
| Indienststellung: | 21.10.1941 |
| Kommandant: | Kurt-Eduard Engelmann |
| Feldpostnummer: | M - 28 716 |
Kommandanten
| 21.10.1941 - 13.03.1943 | Korvettenkapitän - Kurt-Eduard Engelmann |
Flottillen
| 21.10.1941 - 31.07.1942 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.08.1942 - 13.03.1943 | 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
21.07.1942 - 22.07.1942 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
23.07.1942 - 16.09.1942 Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lorient
Am 21.07.1942 lief U 163 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Kurt-Eduard Engelmann von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach der Passage durch die Ostsee und einer Ergänzung der Brennstoffvorräte in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, in der Karibik sowie im Seegebiet der Großen Antillen. Während des Einsatzes erfolgten mehrere Versorgungen: Am 28.08.1942 wurden durch U 508 1,2 m³ Trinkwasser übergeben und am 04.09.1942 lieferte U 462 4,3 t Frischwasser, 0,5 m³ Destillat sowie 250 Dosen Proviant. Es wurde von U 163 selbst → 1 U-Boote versorgt. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 58 Tagen, in denen 9.670 sm über sowie 257 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, lief das Boot am 16.09.1942 in Lorient ein. Auf dieser Unternehmung konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden.
Original Kriegstagebuch U 163 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
17.10.1942 - 06.01.1943 Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 17.10.1942 lief U 163 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Kurt-Eduard Engelmann von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Die Operationen des Bootes erstreckten sich über den Nordatlantik und die Karibik bis in die Gewässer vor Trinidad. Während des Einsatzes erfolgte am 27.12.1942 eine Versorgung durch U 463, wobei 42 m³ Brennstoff, 1,1 m³ Motorenöl sowie Proviant für zehn Tage übernommen wurden. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 82 Tagen, in denen 12.083 sm über sowie 326 sm unter Wasser zurückgelegt wurden, kehrte U 163 am 06.01.1943 nach Lorient zurück. Die Bilanz dieser Fahrt umfasst die Versenkung von 3 Schiffen mit 15.011 BRT sowie eines Kanonenbootes mit 2.000 ts. → Erfolge U 163.
Original Kriegstagebuch U 163 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
10.03.1943 - 13.03.1943 Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes
Am 10.03.1943 lief U 163 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Kurt-Eduard Engelmann von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot befand sich im Nordatlantik auf dem Marsch in sein Operationsgebiet, wobei es als Sonderaufgabe den Blockadebrecher Regensburg aufnehmen und sicher geleiten sollte. Nach einer Einsatzdauer von insgesamt 4 Tagen wurde U 163 am 13.03.1943 durch ein kanadisches Kriegsschiff versenkt. Auf dieser Unternehmung konnte das Boot keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 163 - 3. Unternehmung
Verbleib
| Datum: | 13.03.1943 |
| Letzter Kommandant: | Kurt-Eduard Engelmann |
| Ort: | Nordatlantik |
| Position: | 45° 05' Nord - 15° 00' West |
| Planquadrat: | BE 9159 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 57 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 163 |
Verbleib im Detail
U 163 wurde am 13.03.1943 im Nordatlantik, nördlich von Kap Ortegal, durch neun Wasserbomben der kanadischen Korvette HMCS Prescott (K.161) unter dem Kommando von Lieutenant Wilfred McIssac versenkt.
Das Boot war zuvor beim Angriff auf den alliierten Geleitzug MKS-9 mittels Radar geortet worden. Nach mehreren Anläufen führten neun präzise gesetzte Wasserbomben, die auf große Tiefe eingestellt waren, gegen 23:30 Uhr zur Zerstörung des Bootes. Der Erfolg wurde der Prescott erst nach dem Krieg durch den Abgleich von Unterlagen offiziell zugeschrieben, da es in der Nacht keine unmittelbare visuelle Bestätigung für die Versenkung gab.
- Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung der Versenkung und die späteren Neubewertungen durch das FDS/NHB, wurde im April 1987 geändert. Der Angriff des U-Boots USS Herring (SS-233) (Comdr. John-Corbus), am 21.03.1943 auf der Position 44° 13' Nord - 08° 23' West, dem früher die Zerstörung von U 163 zugeschrieben wurde, richtete sich sehr wahrscheinlich nicht gegen ein U-Boot, möglicherweise war es ein spanisches Fischerboot. (Dr. Axel Niestlé - S. 228).
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 13.03.43 zwischen 22:00 h und 23:00 h in der westlichen Biskaya am Geleit MKS.9 von der kanadischen Korvette PRESCOTT der Geleitsicherung geortet und mit Wasserbomben versenkt.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 81 - 82.
Clay Blair schreibt dazu:
Kurt-Eduard Engelmanns U 163, einem Boot des Typs IXC, fiel die Aufgabe zu, den auf Heimatkurs befindlichen Blockadebrecher Regensburg zu treffen und Anweisungen zu übergeben. Am 13. März, beim Verlassen des Golfs von Biskaya, reagierte Engelmann auf eine Konvoisichtung der Luftwaffe - OS 44 - und versuchte, an den Geleitzug heranzukommen und anzugreifen. Eines der sieben Geleitschiffe ortete U 163 mit dem Radar und versenkte das Boot mit Wasserbomben. Zitat Ende.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 247.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 247.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 59.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 58, 217.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 81, 82.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 128.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 119, 228, 275.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 125 - U 170" - Eigenverlag - S. 309 - 315.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 106.