U 508
Kriegsmarine Unterseeboot U 508
| Typ: | IX C |
| Bauauftrag: | 20.10.1939 |
| Bauwerft: | Deutsche Werft AG Hamburg |
| Serie: | U 501 - U 524 |
| Baunummer: | 304 |
| Kiellegung: | 24.09.1940 |
| Stapellauf: | 30.07.1941 |
| Indienststellung: | 20.10.1941 |
| Kommandant: | Georg Staats |
| Feldpostnummer: | M - 36 926 |
Kommandanten
| 20.10.1941 - 12.11.1943 | Kapitänleutnant Georg Staats |
Flottillen
| 20.10.1941 - 30.06.1942 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.07.1942 - 12.11.1943 | 2. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
25.06.1942 - 26.06.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
27.06.1942 - 15.09.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Lorient
Am 25.06.1942 lief U 508 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Staats von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie Brennstoff- und Ölergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, der Karibik, bei Kuba, vor Havanna und Key West, zudem wurden zwei Wetterbojen ausgebracht. Am 17.07.1942 wurde es von U 460 mit 25 m³ Brennstoff und 3 Wochen Proviant, am 20.07.1942 von U 161 mit einem Torpedo und am 28.08.1942 von U 163 mit 20 m³ Brennstoff, 100 Dosen Brot, Butter, Wurst und Kartoffeln versorgt. Auf dem Rückmarsch wurden → 2 U-Boote durch U 508 versorgt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 2 Schiffen mit 2.710 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 83 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 12.000 sm lief das Boot am 15.09.1942 in Lorient ein. → Erfolge U 508.
Original Kriegstagebuch U 508 - 1. Unternehmung
2. Unternehmung
17.10.1942 - 06.01.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 17.10.1942 lief U 508 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Staats von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, in der Karibik und bei Trinidad. Am 27.12.1942 wurde es von U 463 mit 33 m³ Brennstoff und 3 m³ Schmieröl versorgt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von 9 Schiffen mit 50.265 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 82 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 12.637 sm lief das Boot am 06.01.1943 wieder in Lorient ein. → Erfolge U 508.
Original Kriegstagebuch U 508 - 2. Unternehmung
3. Unternehmung
22.02.1943 - 15.03.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 22.02.1943 lief U 508 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Staats von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot gehörte zur Sicherung des deutschen Blockadebrechers Hohenfriedberg. U 508 wurde in der westlichen Biskaya durch einen Fliegerangriff schwer beschädigt und musste die Unternehmung vorzeitig abbrechen. Auf dem Rückmarsch wurden noch → 2 U-Boote versorgt. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 21 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 2.781 sm lief das Boot am 15.03.1943 wieder in Lorient ein.
Original Kriegstagebuch U 508 - 3. Unternehmung
4. Unternehmung
29.05.1943 - 31.05.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
07.06.1943 - 14.09.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient
Am 29.05.1943 lief U 508 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Staats von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot musste die Unternehmung nach 2 Tagen in der Biskaya wegen Wassereinbruch durch ein Loch und einen Riss im Druckkörper abbrechen. Das Boot am 31.05.1943 wieder in Lorient ein. Nach den Reparaturen lief U 508 am 07.06.1943 erneut von Lorient aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, bei den Kanarischen Inseln und vor Freetown. Am 24.08.1943 wurde es von U 847 mit 32 m³ Brennstoff und 7 Tagen Proviant versorgt. Im Verlauf dieser Unternehmung gelang die Versenkung von 3 Schiffen mit 21.112 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 109 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 12.915 sm über und 1.145 sm unter Wasser lief das Boot am 14.09.1943 wieder in Lorient ein. → Erfolge U 508.
Original Kriegstagebuch U 508 - 4. Unternehmung
5. Unternehmung
01.11.1943 - 03.11.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in St. Nazaire
09.11.1943 - 12.11.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Verlust des Bootes
Am 01.11.1943 lief U 508 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Georg Staats von Lorient zu seiner 5. Unternehmung aus. Nach der Aufnahme von 6 T-V-Torpedos und einem Wanze-Gerät in St. Nazaire operierte das Boot im Golf von Biskaya und nördlich von Kap Ortegal. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 12 Tagen wurde das Boot am 12.11.1943 von einem amerikanischen Flugzeug versenkt.
Original Kriegstagebuch U 508 - 5. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 12.11.1943 |
| Letzter Kommandant: | Georg Staats |
| Ort: | Biskaya |
| Position: | 46° 00' Nord - 07° 30' West |
| Planquadrat: | BF 4956 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 57 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 508 |
Verbleib im Detail
Am 12.11.1943 wurde U 508 in der Biskaya nördlich von Kap Ortegal durch Wasserbomben der Consolidated B-24 Liberator C unter Lieutenant junior grade Ralph-Bliss Brownell der US-Navy Squadron VB-103 versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 12.11.43 in der Biskaya nördlich von Kap Ortegal durch die Liberator C der US-Navy-Squadron VB-103 versenkt. Da sich die Liberator ihrerseits nicht mehr meldete und die alliierte Luftaufklärung am nächsten Tag zwei Ölteppiche in etwa sieben Kilometer Entfernung voneinander feststellte, ist die Annahme sehr wahrscheinlich, daß die Liberator von der Flak des U-Bootes abgeschossen wurde.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 171.
Clay Blair schreibt dazu:
Das kampferprobte IXC-Boot U 508 unter Ritterkreuzträger Georg Staats lief am 9. November von St. Nazaire in Richtung Nordatlantik aus. Am vierten Tag auf See, dem 12. November, trug die Führung ein, Staats habe gemeldet, er werde von einem Flugzeug angegriffen. Amerikanische Marinebehörden kamen zu dem Schluß, daß eine B-24 der amerikanischen Navy Squadron VB 103, geflogen von Ralph B. Brownell, den Angriff vorgetragen hatte. Brownell meldete Fühlung zu einem U-Boot, kehrte aber nicht zu dem neuen Stützpunkt der Fleet Air Wing 7 bei Dunkeswell in Südwestengland zurück. Es ist anzunehmen, daß U 508 Brownells B-24 bei dem Angriff unter Verlust der gesamten Besatzung abschoß, aber im Verlauf des Gefechts von den Wasserbomben des Flugzeuges versenkt wurde.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 522.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 522.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 230.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 58, 230.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 171.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 216 - 217.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 121, 267.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 501 - U 560" - Eigenverlag - S. 60 - 71.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 187.