U 542
Kriegsmarine Unterseeboot U 542
| Typ: | IX C/40 |
| Bauauftrag: | 05.06.1941 |
| Bauwerft: | Deutsche Werft AG Hamburg |
| Serie: | U 525 - U 550 |
| Baunummer: | 363 |
| Kiellegung: | 12.06.1942 |
| Stapellauf: | 19.01.1943 |
| Indienststellung: | 07.04.1943 |
| Kommandant: | Christian-Brandt Coester |
| Feldpostnummer: | M - 51 111 |
Kommandanten
| 07.04.1943 - 26.11.1943 | Oberleutnant zur See Christian-Brandt Coester |
Flottillen
| 07.04.1943 - 30.09.1943 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.10.1943 - 26.11.1943 | 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
21.10.1943 - 22.10.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
23.10.1943 - 26.11.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Verlust des Bootes
Am 21.10.1943 lief U 542 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Christian-Brandt Coester von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoffergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik, im Mittelatlantik und nördlich der Insel Madeira. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Eisenhart 1, Schill 3 und Weddigen. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 39 Tagen wurde U 542 von einem britischen Flugzeug versenkt.
Original Kriegstagebuch U 542 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 26.11.1943 |
| Letzter Kommandant: | Christian-Brandt Coester |
| Ort: | Mittelatlantik |
| Position: | 39° 35' Nord - 19° 51' West |
| Planquadrat: | CF 5371 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 56 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 542 |
Verbleib im Detail
Am 26.11.1943 wurde U 542 im Mittelatlantik nördlich der Insel Madeira durch Wasserbomben der Vickers Wellington H unter Flight Sergeant Donald-Mervin Cornish der britischen RAF Squadron 179 versenkt.
- Die ursprüngliche Nachkriegseinschätzung der Versenkung wurde von Axel Niestlé im September 1990 geändert. Der Angriff der Vickers Wellington L der RAF Squadron 179, am 28.11.1943 auf der Position 39° 04' Nord - 16° 25' West, dem früher die Versenkung von U 542 zugeschrieben wurde, richtete sich in Wirklichkeit gegen U 391 und richtete nur geringen Schaden an. (Dr. Axel Niestlé - S. 229).
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 26.11.43 um 05:25 h im Mittelatlantik nördlich Madeira in der Nähe der zusammengefaßten Konvois MKS.31/SL.140 mit eingeschalteten Leigh-Light durch die Wellington H der britischen 179. Squadron mit sechs Wasserbomben versenkt.
Die frühere Annahme, U 542 sei am 28.11.1942 durch die Vickers Wellington L der britischen 179. Squadron in Position 39° 03' Nord - 16° 25' West versenkt worden, ist nicht zutreffend, da dieser Angriff auf U 391 gerichtet war, das mit leichten Schäden entkommen konnte.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 173.
Clay Blair schreibt dazu:
Am Abend des entdeckte eine mit Leigh-Light ausgerüstete Wellington der auf den Azoren stationierten britischen Squadron 179 das neue IXC/40-Boot U 542 unter Christian-Brandt Coester. [...] der Pilot Donald M. Cornish und seine Besatzung hatten zuvor bereits U 431 versenkt und U 566 gezwungen, sich zu versenken. Er flog in das schwere Flak-Feuer und warf sechs Wasserbomben, die U 542 zerstörten, seine dritte U-Boot-Versenkung. Es gab keine Überlebenden.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 534.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 534.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 45.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 109, 230.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 173.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 126, 229, 268.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 501 - U 560" - Eigenverlag - S. 252 - 253.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 188.