Hugo Förster

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Lebensdaten

Name: Förster

Hugo Förster
Vorname: Hugo
Geburtsdatum: 21.01.1905
Geburtsort: Nieder Wildungen
Geburtsort Lage - Damals: Kreisdirektion der Eder - Fürstentum Waldeck-Pyrmont
Geburtsort Lage - Heute: Stadtteil von Bad Wildungen (seit 1906) - Landkreis Waldeck-Frankenberg - Regierungsbezirk Kassel - Bundesland Hessen
Todesdatum: 27.02.1945
Todesort: Wilhelmshaven
Todesursache: Freitod

Dienstgrade

04.10.1923 Matrose
01.04.1924 Matrosengefreiter
01.04.1925 Fähnrich zur See
01.05.1927 Oberfähnrich zur See
01.10.1927 Leutnant zur See
01.07.1929 Oberleutnant zur See
01.04.1935 Kapitänleutnant
01.02.1939 Korvettenkapitän mit Rangdienstalter vom 01.02.1939 (-5-)

Orden und Ehrenzeichen

02.10.1936 Dienstauszeichnung IV. Klasse
02.10.1936 Dienstauszeichnung III. Klasse
06.06.1939 Deutsche Spanien-Kreuz in Silber ohne Schwerter
24.04.1940 Eiserne Kreuz 2. Klasse
11.03.1941 Ordine della Corona d'Italia (Typ Italienisches Offizierskreuz des Ordens der Krone)
27.11.1941 Flotten-Kriegsabzeichen

Militärischer Werdegang

01.04.1923 Eintritt in die Reichsmarine als Rekrut. Später der Crew 25 eingegliedert.
01.04.1923 - 30.09.1923 Infanteristische Grundausbildung bei der 2. Schiffsstammabteilung der Nordsee, Wilhelmshaven.
01.10.1923 - 31.03.1924 Bordausbildung auf dem Linienschiff Braunschweig. Zugleich:
↳ 14.11.1923 - 17.11.1923 Praktische Bordausbildung auf dem Torpedoboot T 151 in der 2. Torpedobootsflottille.
↳ 18.11.1923 - 29.11.1923 Praktische Bordausbildung auf dem Leichter Kreuzer Hamburg.
01.04.1924 - 28.06.1924 Praktische Bordausbildung auf dem Segelschulschiff Niobe. Ab 01.04.1925 - Seeoffiziersanwärter (Ernennung).
29.06.1924 - 28.03.1925 Praktische Bordausbildung auf dem Leichten Kreuzer Berlin.
28.03.1925 - 21.03.1926 Hauptlehrgang für Fähnriche mit anschließender Offiziershauptprüfung an der Marineschule, Flensburg-Mürwik. Zugleich:
↳ 20.07.1925 - 25.07.1925 - Navigationsbelehrungsfahrt auf dem Tender Nordsee.
↳ 12.10.1925 - 16.10.1925 - Navigationsbelehrungsfahrt auf dem Vermessungsschiff Panther.
22.03.1926 - 29.05.1926 Torpedolehrgang für Fähnriche an der Torpedoschule, Flensburg-Mürwik.
30.05.1926 - 03.07.1926 Nachrichtenlehrgang für Fähnriche an der Nachrichtenschule, Flensburg-Mürwik.
04.07.1926 - 31.07.1926 Sperrlehrgang für Fähnriche an der Sperr-Versuchskommando, Kiel-Wik.
01.08.1926 - 26.09.1926 Infanterielehrgang für Fähnriche bei der II. Schiffsstammabteilung der Ostsee, Stralsund.
27.09.1926 - 05.01.1927 Artillerielehrgang für Fähnriche an der Schiffsartillerieschule, Kiel-Wik.
06.01.1927 - 28.09.1928 Wach- und Zugoffizier auf dem Linienschiff Schleswig-Holstein.
29.09.1928 - 23.09.1930 Nicht ermittelt.
24.09.1930 - 27.09.1932 Auf dem Torpedoboot Tiger in der 3. Torpedobootsflottille.
28.09.1932 - 00.01.1940 Nicht ermittelt.
00.01.1940 - 09.04.1940 Navigationsoffizier auf dem Schwerer Kreuzer Blücher.
09.04.1940 Verlust der Blücher im Oslofjord/Norwegen. (Unternehmen Weserübung).
10.04.1940 - 30.06.1940 Beim Hafenkommandant Oslo.
01.07.1940 - 27.07.1940 Artillerielehrgang für U-Wachoffiziere an der Schiffsartillerieschule, Kiel-Wik.
29.07.1940 - 27.09.1940 U-Lehrgang für Offiziere bei der 1. U-Lehrdivision, Neustadt.
28.09.1940 - 02.11.1940 Zurzeit nicht ermittelt.
03.11.1940 - 09.11.1940 Sperrlehrgang für U-Wachoffiziere an der Sperrschule, Kiel-Wik.
10.11.1940 - 10.01.1941 Kommandanten-Lehrgang und Kommandanten-Schießlehrgang bei der 24. U-Flottille, Memel.
11.01.1941 - 20.01.1941 Zur Verfügung der 2. U-Flottille, Lorient.
21.01.1941 - 24.02.1941 Kommandantenschüler auf U 103 (Typ IX B) unter Viktor Schütze. 1 Unternehmung:
↳ 21.01.1941 - 24.02.1941 - Nordatlantik, westlich des Nordkanals und Irlands.
25.02.1941 - 10.03.1941 Zurzeit nicht ermittelt.
11.03.1941 - 29.04.1941 Baubelehrung für U 501 bei der Kriegsschiffbaulehrabteilung U-Nordsee, Bremen.
30.04.1941 - 10.09.1941 Kommandant von U 501 (Typ IX C). 1 Unternehmung:
↳ 07.08.1941 - 10.09.1941 - Nordatlantik, südlich Island.
10.09.1941 Verlust seines Bootes U 501 im Nordatlantik/Irmingersee.
10.09.1941 - 15.01.1945 Britische Kriegsgefangenschaft. Im Januar 1945 Ausgetauscht, zurück nach Deutschland.
15.01.1945 - 27.02.1945 Im Arrest in Wilhelmshaven.
27.02.1945 Freitod in der Arrest-Anstalt Wilhelmshaven. Die Waffe wurde von den Wachen zur Verfügung hingelegt.

Zur Versenkung von U 501 und der Fall Hugo Förster:

Als die kanadische Korvette HMCS Moose Jaw (K.164) näher kam, um U 501 zu rammen, ging Förster auf Parallelkurs, und die Seitenwände der beiden Fahrzeuge waren nur noch Zentimeter voneinander entfernt. Zum Erstaunen der Deutschen und der Kanadier sprang Förster plötzlich von der Brücke von U 501 auf das Deck der HMCS Moose Jaw. Es ist nicht klar, wie er es geschafft hat, berichtete der Kommandant der Korvette, aber er wurde bei dem Sprung nicht nass. Die Tatsache, daß Förster so rasch den Kampf aufgegeben hatte und als erster statt als letzter das U-Boot verlassen hatte, sorgte bei den Deutschen für große Verärgerung. Förster rechtfertigte seine Handlung später als ersten Schritt, um über die Kapitulation der Besatzung zu verhandeln, aber nur wenige Kanadier glaubten dies.


Aus Clay Blair "Der U-Boot-Krieg" Band 1 - S. 431/432.

Quellen & Literatur

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 68.

Walter Lohmann/Hans H. Hildebrand: "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - Podzun Verlag 1956 - Band 3 - Abschnitt 291 - S. 78.

Bibliographisches Institut: "Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches" - Verlag Leipzig u. Wien Bibliographisches Institut 1912 - 1935.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com