Steuermannsmaat

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Steuermannsmaat


Der Steuermannsmaat gehörte zur Laufbahn III (Steuermannslaufbahn). Er war der niedrigste Steuermanns-Dienstgrad ohne Portepee. Die Laufbahn ergänzte sich aus Unteroffizieren der Bootsmannslaufbahn (I) und der Signallaufbahn (IV Sig.), die sich für den Steuermannsdienst eigneten.

Aufgabe


Hilfeleisten bei der Schiffsführung (Navigation). Zu den Aufgaben des Steuermanns gehörten das Berechnen des Schiffskurses und des jeweiligen Schiffsstandortes, das Eintragen des Schiffskurses und des jeweiligen Schiffsstandortes in die Seekarten, das Verwalten des Steuermannsgerätes (Seekarten mit Zubehör, optische Instrumente) sowie das Führen des Schiffstagebuches.

Anforderungen


Vorausgesetzt wurden gute Anlagen für das Aneignen der notwendigen seemännischen und mathematischen Kenntnisse, volle Sehschärfe auf beiden Augen und sicheres Farbenunterscheidungsvermögen.

Freiwillige wurden nicht eingestellt.

Rang- & Laufbahnabzeichen


Auf den Kragenpatten war eine 0,5 cm breite goldene Gespinsttresse aufgenäht. Ab dem 12. Oktober 1939 war diese Tresse golden, zuvor war sie silbern. Die rechteckigen Kragenpatten waren 6 × 4 cm groß und aus kornblumenblauem Abzeichentuch gefertigt.

Der Steuermannsmaat trug einen goldenen Streifen als Kragenabzeichen.

Die Ärmelabzeichen bestanden bei allen Laufbahnen aus einem oder zwei, gegebenenfalls gekreuzten, Ankern, die mit dem jeweiligen Laufbahnabzeichen verbunden waren. Die Laufbahnabzeichen entsprachen denen der Portepeeunteroffiziere, waren jedoch etwa doppelt so groß. Die ovale Unterlage war auf dem linken Oberarm so anzunähen, dass das Abzeichen beim Armbeugen nicht geknickt wurde.

Der Steuermannsmaat trug zwei goldene gekreuzte Anker auf blauer Unterlage als Ärmelabzeichen.

Unteroffiziere ohne Portepee und Mannschaften erhielten nach erfolgreicher Teilnahme an Lehrgängen für Sonderausbildungen besondere Abzeichen. Diese wurden auf allen Bekleidungsstücken der blauen Uniform am linken Oberarm unter den Laufbahn- und Dienstgradabzeichen getragen. Die Stickerei bestand aus roter Wolle oder Baumwolle auf einer Unterlage aus marineblauem Tuch. Zu diesen Sonderausbildungsabzeichen gehörten unter anderem Abzeichen für Geschütz-, Flak-, Torpedowaffen- und Unterwasserhorchdienst sowie für Elektronik- und Motorenlehrgänge verschiedener Stufen.

Ausbildung


Die Laufbahn ergänzte sich aus Unteroffizieren der Bootsmannslaufbahn (I) und der Signallaufbahn (IV Sig.), die sich für den Steuermannsdienst eigneten.

Die Ausbildung und die weiteren Beförderungsbedingungen innerhalb der Steuermannslaufbahn sind in den vorliegenden Angaben nicht näher aufgeführt.

Beförderungen


  • Gefreiter – nach Gesamtdienstzeit von 1 Jahr, davon 1 Jahr als Matrose.
  • Obergefreiter – nach einer Gesamtdienstzeit von 2 Jahren, davon 1 Jahr als Gefreiter.
  • Hauptgefreiter – nach einer Gesamtdienstzeit von 4 Jahren, davon 2 Jahre als Obergefreiter.
  • Maat – nach einer Gesamtdienstzeit von 3 Jahren, davon 1 Jahr als Obergefreiter.
  • Obermaat – nach einer Gesamtdienstzeit von 6 Jahren, davon 3 Jahre als Maat.
  • Feldwebel – nach einer Gesamtdienstzeit von 7 Jahren, davon 3 Jahre als Maat.
  • Oberfeldwebel – nach einer Gesamtdienstzeit von 6 Jahren, davon 2 Jahre als Maat.

Literatur


U. Hoefer/F. Brennecke: "Die Laufbahnen in der Handels- und Kriegsmarine" - Wilhelm Köhler Verlag Minden 1936.

Oberkommando der Kriegsmarine: "Wie werde ich Offizier der Kriegsmarine? (Kriegsausgabe)" - Kriegsmarine 1939.

Adolf Schlicht/John R. Angolia: "Deutsche Wehrmacht-Uniformierung und Ausrüstung 1933–1945 - Band 2: Die Kriegsmarine" - Motorbuch Verlag 1995.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com