Typ XVII K
U-Boote vom Typ XVII K
Der U-Boot-Typ XVII K war ein Projekt der deutschen Kriegsmarine zur Weiterentwicklung der Walter-U-Boote. Während die Typen XVII A, XVII B und XVII G auf dem von Hellmuth Walter entwickelten Perhydrol-Antrieb beruhten, sah der Typ XVII K den Einsatz eines Kreislauf-Dieselmotors vor. Bei diesem Antrieb sollte anstelle des Walter-Verfahrens reiner Sauerstoff aus Druckbehältern mit einem geschlossenen Dieselmotor kombiniert werden, wodurch ebenfalls ein luftunabhängiger Unterwasserbetrieb möglich gewesen wäre.
Mit der Entwicklung verfolgte die Kriegsmarine das Ziel, die Vorteile des Walter-Konzepts – insbesondere die hohe Unterwasserausdauer – zu erhalten, gleichzeitig aber die technischen und logistischen Probleme des Umgangs mit hochkonzentriertem Wasserstoffperoxid zu vermeiden. Der Kreislauf-Dieselantrieb galt als einfacher und wirtschaftlicher, befand sich jedoch noch im Versuchsstadium.
Für den Typ XVII K war lediglich ein Boot mit der Bezeichnung U 798 vorgesehen. Der Bau erfolgte bei der Friedrich Krupp Germaniawerft Kiel, wurde jedoch bis Kriegsende nicht abgeschlossen. Aufgrund der sich verschlechternden Kriegslage und der Konzentration der deutschen U-Boot-Produktion auf die Elektroboote der Typen XXI und XXIII wurde das Projekt nicht weiterverfolgt. Das Boot gelangte nicht mehr zur Fertigstellung und kam zu keinem Fronteinsatz.
Der Typ XVII K war kein reines Versuchsboot ohne Bewaffnung, sondern war grundsätzlich als kampfwertiges Erprobungsboot vorgesehen. Nach den bekannten Entwürfen sollte U 798 daher eine Torpedobewaffnung erhalten.
Allerdings sind die überlieferten Angaben zum Typ XVII K sehr lückenhaft. Im Gegensatz zu den Typen XVII A und XVII B existieren keine vollständig gesicherten technischen Datenblätter. Aus den verfügbaren Unterlagen lässt sich aber ableiten, dass für U 798 eine Bugtorpedobewaffnung mit 53,3-cm-Torpedorohren vorgesehen war, während eine Decks- oder Flakbewaffnung bei diesem auf Unterwasserfahrt ausgelegten Entwurf nicht geplant war.
Technische Daten
| Tonnage gesamt: | 415 t |
| Verdrängung über Wasser: | 308 t |
| Verdrängung unter Wasser: | 340 t |
| Reserveauftrieb: | - |
| Länge über alles: | 40,71 m |
| Breite: | 4,50 m |
| Durchmesser Druckkörper: | 3,40 m |
| Tiefgang: | 4,90 m |
| Betriebstauchtiefe: | 80 m |
| Maximale Tauchtiefe: | 150 m |
| Zerstörungstauchtiefe: | - |
| Tauchzeit gestoppt: | - |
| Schnelltauchzeit in Fahrt: | - |
Maschinenanlagen & Geschwindigkeiten
| Dieselmaschine: | 1 x Daimler Benz 20 Zylinder Viertakt-Diesel MB 501 im Kreislaufbetrieb mit 1.500 PS |
| E-Maschine: | 1 x AEG Einfachkolektormaschine GU 720/8 für Schleichfahrt mit 68 PS |
| Batterie: | 1 x 62 Zellen AFA-Akkus 26 MAL 570 E mit 4.950 Ah |
| Schrauben: | 1 Schraube mit einem Durchmesser von 1.75 m bzw. 1.90 m |
| Höchstgeschwindigkeit über Wasser: | 14 kn |
| Höchstgeschwindigkeit unter Wasser: | 16.2 kn |
| Fahrstrecke bei Höchstfahrt: | 1.100 sm bei 14 kn |
| Fahrstrecke bei Marschfahrt: | 2.600 sm bei 10 kn |
| Getaucht bei konventionellem Antrieb: | 1.100 sm bei 2 kn |
| Getaucht bei Normalfahrt: | 30 sm bei 6 kn |
| Höchste Zuladung: | 23,4 t Treiböl und 9,2 Sauerstoff O² (in 16 Sauerstoffflaschen) |
Bewaffnung
| Bugtorpedorohre: | 2 x 53,3 cm |
| Hecktorpedorohre: | Keine |
| Torpedos: | 4 Torpedos |
| Minen: | Keine |
| Deckgeschütz: | Nein |
| Flugabwehr: | Keine |
Besatzungsstärke
| Insgesamt: | 19 Mann |
| Offiziere: | 3 Mann |
| Mannschaften: | 16 Mann |
Sonstige Ausrüstung
| Ruder: | 1 Heck-, 1 Seiten- und 2 Tiefenruder im Stabilisierungs-Flossenkreuz. Keine vorderen Tiefenruder. Ausdrehbare Stabilisierungsflosse auf dem Vorschiff |
| Schnorchel: | Ja |
| Sehrohre: | 2 Zentralesehrohre |
Boote vom Typ XVII G
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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com