U 1165

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Kriegsmarine Unterseeboot U 1165

Typ: VII C/41
Bauauftrag: 14.10.1941
Bauwerft: Danziger Werft AG Danzig
Baunummer: 137
Serie: U 1163 - U 1190
Kiellegung: 31.12.1942
Stapellauf: 20.07.1943
Indienststellung: 17.11.1943
Kommandant: Hans Homann
Feldpostnummer: M - 55 256

Kommandanten

17.11.1943 - 08.05.1945 Oberleutnant zur See Hans Homann

Flottillen

17.11.1943 - 31.05.1944 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.06.1944 - 00.08.1944 9. U-Flottille, Brest (Frontboot)
00.08.1944 - 08.05.1945 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot)

Einsätze


Verlegungsfahrt

18.05.1944 - 19.05.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Larvik


Am 18.05.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 1000, U 960, U 480, U 247, U 290 und U 921, nach Larvik. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 1165 am 19.05.1944 in Larvik ein. Dort wurde es Bereitschaftsboot der Gruppe Mitte.



1. Unternehmung

09.06.1944 - 09.06.1944: Ausgelaufen von Larvik - Eingelaufen in Kristiansand

10.06.1944 - 05.07.1944: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Bergen


Am 09.06.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Larvik zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach Brennstoffergänzung in Kristiansand, operierte das Boot in einer Defensivaufstellung (Operation Wallenstein) vor der norwegischen Küste. Nach insgesamt 27 Tagen und zurückgelegten 1.360 sm über und 561,5 sm unter Wasser, lief U 1165 am 05.07.1944 in Bergen ein. U 1165 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 1165 - 1. Unternehmung



Verlegungsfahrt

08.07.1944 - 10.07.1944: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Stavanger


Am 08.07.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Bergen aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 1001, nach Stavanger. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 1165 am 10.07.1944 in Stavanger ein.



Verlegungsfahrt

28.07.1944 - 28.07.1944: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Egersund


Am 28.07.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Stavanger aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 295, U 1000, U 958 und U 1001, nach Egersund. Nach insgesamt 1 Tag lief U 1165 am 28.07.1944 in Egersund ein.



Verlegungsfahrt

11.08.1944 - 13.08.1944: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Kiel


Am 11.08.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Egersund aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 290 und U 1000, nach Kiel. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 1165 am 13.08.1944 in Kiel ein. Dort erfolgten die Abgabe der Torpedos und die Neuausrüstung für den Einsatz in der Ostsee.



Verlegungsfahrt

15.08.1944 - 17.08.1944: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Gotenhafen


Am 15.08.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 290 und U 1000, nach Gotenhafen. Nach insgesamt 3 Tagen lief U 1165 am 17.08.1944 in Gotenhafen ein.



Verlegungsfahrt

07.09.1944 - 10.09.1944: Ausgelaufen von Gotenhafen - Eingelaufen in Reval

12.09.1944 - 12.09.1944: Ausgelaufen von Reval - Eingelaufen in Baltisch Port


Am 07.09.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Gotenhafen aus. Das Boot verlegte, über Reval (Werftaufenthalt), nach Baltisch Port. Nach insgesamt 6 Tagen lief U 1165 am 12.09.1944 in Baltisch Port ein.



Verlegungsfahrt

16.09.1944 - 17.09.1944: Ausgelaufen von Baltisch Port - Eingelaufen in Reval


Am 16.09.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Baltisch Port aus. Das Boot verlegte zurück nach Reval. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 1165 am 17.09.1944 in Reval ein.



2. Unternehmung

23.09.1944 - 24.10.1944: Ausgelaufen von Reval - Eingelaufen in Libau


Am 23.09.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Reval zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte in der Ostsee und im Finnischen Meerbusen. Nach insgesamt 32 Tagen lief U 1165 am 24.10.1944 in Libau ein. U 1165 konnte auf dieser Unternehmung 1 U-Jäger mit 39 ts versenken. → Erfolge U 1165

Original Kriegstagebuch U 1165 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

12.11.1944 - 25.11.1944: Ausgelaufen von Libau - Eingelaufen in Danzig


Am 12.11.1944 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Libau zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte in der Ostsee, im Finnischen Meerbusen, vor Hangö und Reval, zudem wurden zwei Wetterbojen im Bottnischen Meerbusen ausgesetzt, sowie die Wetterstation "Waidmannsheil" auf der Insel Fästorna (Aalandinseln) abgesetzt. Nach insgesamt 14 Tagen lief U 1165 am 25.11.1944 in Danzig ein. U 1165 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.

Original Kriegstagebuch U 1165 - 3. Unternehmung



Verlegungsfahrt

22.01.1945 - 26.01.1945: Ausgelaufen von Danzig - Eingelaufen in Kiel


Am 22.01.1945 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Danzig aus. Das Boot verlegte nach Kiel. Nach insgesamt 5 Tagen lief U 1165 am 26.01.1945 in Kiel ein.



Verlegungsfahrt

07.04.1945 - 11.04.1945: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten

13.04.1945 - 13.04.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Frederikstad

18.04.1945 - 20.04.1945: Ausgelaufen von Frederikstad - Eingelaufen in Kristiansand

21.04.1945 - 00.04.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Stavanger

00.00.1945 - 00.00.1945: Ausgelaufen von Stavanger - Eingelaufen in Haugesund

00.00.1945 - 00.00.1945: Ausgelaufen von Haugesund - Eingelaufen in Bergen

00.00.1945 - 00.00.1945: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Ålesund

00.00.1945 - 00.00.1945: Ausgelaufen von Ålesund - Eingelaufen in Drontheim

00.00.1945 - 05.05.1945: Ausgelaufen von Drontheim - Eingelaufen in Narvik


Am 07.04.1945 lief U 1165 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Hans Homann von Kiel aus. Das Boot verlegte, über Horten, Frederikstad nach Kristiansand (Ergänzungen). Anschließend ging es über Stavanger, Haugesund, Bergen, Ålesund und Drontheim, nach Narvik. Nach insgesamt 29 Tagen lief U 1165 am 05.05.1945 in Narvik ein.



Überführungsfahrt

16.05.1945 - 19.05.1945: Ausgelaufen von Narvik - Eingelaufen in Loch Eriboll

21.05.1945 - 22.05.1945: Ausgelaufen von Loch Eriboll - Eingelaufen in Loch Alsh

22.05.1945 - 23.05.1945: Ausgelaufen von Loch Alsh - Eingelaufen in Lisahally


U 1165 lief am 16.05.1945 von Narvik aus. Das Boot überführte, über Loch Eriboll und Loch Alsh nach Lisahally. Am 23.05.1945 lief U 1165 in Lisahally ein. Dort wurde das Boot den Briten übergeben und die Restbesatzung ging in Kriegsgefangenschaft. U 1165 wartete es auf seine Versenkung bei der Operation Deadlight.



Verlegungsfahrt / Operation Deadlight

29.12.1945 - 29.12.1945: Ausgelaufen von Lisahally - Eingelaufen in Moville

29.12.1945 - 29.12.1945: Ausgelaufen von Moville - Eingelaufen in Moville

30.12.1945 - 31.12.1945: Ausgelaufen von Moville - Versenkt


U 1165, lief am 29.12.1945 von Lisahally aus. Das Boot verlegte nach Moville. Am 31.12.1945 wurde es bei der Operation Deadlight versenkt.


Verbleib

Datum: 31.12.1945
Letzter Kommandant: Hans Homann
Ort: Nordatlantik
Position: 55° 44' Nord - 08° 40' West
Planquadrat: AM 5292
Verlust durch: Operation Deadlight
Tote: 0
Überlebende: -
Besatzung: Besatzungsliste U 1165

Verbleib im Detail


Am 29.12.1945 misslang der erste Versuch U 1165 zu versenken, nach Bruch der Schleppverbindung zum polnischen Zerstörer ORP Krakowiak (L.115) unter Lieutenant Commander Janusz Marzak, mussten beide Einheiten zurück nach Moville laufen. U 1165 wurde dann am 30.12.1945, von der ORP Krakowiak, auf die Position der Operation Deadlight geschleppt und am 31.12.1945 um 10:15 Uhr, im Nordatlantik nordwestlich von Irland, durch Artilleriefeuer der britischen Zerstörer HMS Offa (G.29) unter Lieutenant Commander Kenneth Gordon Lee Morgan und HMS Zealous (R.39) unter Commander John Richard Barnes, versenkt.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 106.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 134, 247.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 389, 390.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag - 2008 - S. 318 - 319.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 106.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1101 - U 4718" - S. 19 - 21.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 173.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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