U 258

Aus uboot Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 257
   U 259

Kriegsmarine Unterseeboot U 258

Typ: VII C
Bauauftrag: 23.12.1939
Bauwerft: Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik Bremen-Vegesack
Serie: U 251 - U 291
Baunummer: 23
Kiellegung: 20.03.1941
Stapellauf: 13.12.1941
Indienststellung: 04.02.1942
Kommandant: Wilhelm von Mässenhausen
Feldpostnummer: M - 23 837

Kommandanten

04.02.1942 - 09.01.1943 Kapitänleutnant Wilhelm von Mässenhausen
10.01.1943 - 04.03.1943 Oberleutnant zur See Leopold Koch (in Vertretung)
05.03.1943 - 20.05.1943 Kapitänleutnant Wilhelm von Mässenhausen

Flottillen

04.02.1942 - 31.08.1942 5. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.09.1942 - 20.05.1943 3. U-Flottille, La Pallice (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

01.09.1942 - 02.09.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

03.09.1942 - 27.10.1942: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in La Pallice


Am 01.09.1942 lief U 258 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wilhelm von Mässenhausen von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte nach dem Marsch über die Ostsee sowie einer Brennstoff- und Wasserergänzung in Kristiansand im Nordatlantik und östlich von Neufundland. Während der Operationen wurde es am 02.10.1942 von U 116 mit 40 m³ Brennstoff und Proviant für 3 Wochen versorgt. U 258 gehörte auf dieser Fahrt zu den U-Boot-Gruppen Pfeil, Blitz, Tiger und Wotan. Während dieser insgesamt 57 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 9.500 sm zurückgelegt, wobei keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden konnten. Am Ende der Unternehmung lief U 258 am 27.10.1942 in La Pallice ein.

Original Kriegstagebuch U 258 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

02.12.1942 - 06.12.1942: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 02.12.1942 lief U 258 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wilhelm von Mässenhausen von La Pallice zu seiner 2. Unternehmung aus. Die Fahrt musste in der Biskaya aufgrund einer Erkrankung des Kommandanten vorzeitig abgebrochen werden. Während dieser insgesamt 5 Tage dauernden Fahrt konnten keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden. Am Ende der Unternehmung kehrte U 258 am 06.12.1942 wieder nach La Pallice zurück.

Original Kriegstagebuch U 258 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

10.01.1943 - 04.03.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Eingelaufen in La Pallice


Am 10.01.1943 lief U 258 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Leopold Koch von La Pallice zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik sowie südlich der Azorischen Inseln. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Delphin und Rochen. Während der Operationen wurde es am 13.02.1943 von U 118 mit 30 m³ Brennstoff, Ersatzkabeln, Maschinenteilen und Proviant für 2 Wochen versorgt. Ab dem 21.02.1943 sollte das Boot den Blockadebrecher Hohenfriedberg geleiten, welcher jedoch am 26.02.1943 von einem britischen Kriegsschiff gestellt wurde und sich daraufhin selbst versenkte. Während dieser insgesamt 54 Tage dauernden Fahrt wurden zirka 8.600 sm zurückgelegt, wobei keine Schiffe versenkt oder beschädigt werden konnten. Am Ende der Unternehmung kehrte U 258 am 04.03.1943 wieder nach La Pallice zurück.

Original Kriegstagebuch U 258 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

01.04.1943 - 20.05.1943: Ausgelaufen von La Pallice - Verlust des Bootes


Am 01.04.1943 lief U 258 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wilhelm von Mässenhausen von La Pallice zu seiner 4. und letzten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, östlich von Neufundland, südöstlich von Kap Farewell sowie südlich von Island. Das Boot gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Adler, Meise, Star, Inn und Donau 1. Während der Operationen wurde es am 05.05.1943 von U 459 mit 60 m³ Brennstoff, Motorenöl und 2000 kg Proviant versorgt. Während dieser insgesamt 50 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung von 1 Schiff mit 6.198 BRT. Die Unternehmung endete am 20.05.1943, als U 258 von einem britischen Flugzeug versenkt wurde. → Erfolge U 258.

Original Kriegstagebuch U 258 - 4. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 20.05.1943
Letzter Kommandant: Wilhelm von Mässenhausen
Ort: Nordatlantik
Position: 55° 18' Nord - 27° 49' West
Planquadrat: AK 6615
Verlust durch: Wasserbomben
Tote: 49
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 258

Verbleib im Detail


Am 20.05.1943 wurde U 258 im Nordatlantik nordwestlich von Limerick (Irland) durch vier Wasserbomben der Consolidated B-24 Liberator P unter Squadron Leader James-Richard-Eastham Proctor der britischen RAF Squadron 120 versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 20.05.43 um 17:12 h im Nordatlantik am Geleitzug SC. 130 durch die Liberator P der britischen 120. Squadron gebombt. U 258 sank nur wenig später über das Heck in die Tiefe.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 99.



Clay Blair schreibt dazu:

Eine in Island stationierte und von J.R.E. Proctor geflogene B-24 der Squadron 120 tauchte plötzlich aus den tiefhängenden Wolken auf und erwischte das kampferprobte Boot U 258 unter Wilhelm von Mässenhausen, 28 Jahre alt, an der Oberfläche. Mässenhausen tauchte zu spät. Proctor bestrich das Boot mit Maschinengewehrfeuer und warf vier auf geringe Tiefe eingestellte Wasserbomben, die U 258 zerstörten. Es gab keine Überlebenden.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 404.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 404.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 127, 152

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997- S. 68, 220.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 60, 99.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - "Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 161.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 50.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 223 - U 300" - Eigenverlag - S. 169 - 175.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 206.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 257
   U 259