U 338

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Kriegsmarine Unterseeboot U 338

Typ: VII C
Bauauftrag: 21.11.1940
Bauwerft: Nordseewerke Emden GmbH
Serie: U 331 - U 350
Baunummer: 210
Kiellegung: 04.04.1941
Stapellauf: 20.04.1942
Indienststellung: 25.06.1942
Kommandant: Manfred Kinzel
Feldpostnummer: M - 06 256

Kommandanten

25.06.1942 - 20.09.1943 Kapitänleutnant - Manfred Kinzel

Flottillen

25.06.1942 - 28.02.1943 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.03.1943 - 20.09.1943 7. U-Flottille, St. Nazaire (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

23.02.1943 - 25.02.1943 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

26.02.1943 - 26.02.1943 Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Egersund

27.02.1943 - 24.03.1943: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 23.02.1943 lief U 338 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Manfred Kinzel von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, der Ergänzung von Brennstoff in Kristiansand sowie dem Einlaufen in Egersund aufgrund von Luftgefahr, operierte das Boot im Nordatlantik. Das Boot gehörte der U-Boot-Gruppe Stürmer an, um gegen den feindlichen Schiffsverkehr zu operieren. Während dieser insgesamt 30 Tage dauernden Fahrt wurden 4.464 sm über und 186,5 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von 4 Schiffen mit 21.927 BRT und die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 7.134 BRT. Zudem konnte U 338 eine Handley Page Halifax B der RAF Squadron 502 abschießen. Am 24.03.1943 lief U 338 in St. Nazaire ein. → Erfolge U 338.

Original Kriegstagebuch U 338 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

15.06.1943 - 21.06.1943: Ausgelaufen von St. Nazaire - Eingelaufen in St. Nazaire


Am 15.06.1943 lief U 338 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Manfred Kinzel von St. Nazaire zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot musste die Unternehmung in der Biskaya aufgrund schwerer Schäden sowie Mannschaftsverlusten (1 Toter und 3 Verletzte) nach einem Fliegerangriff vorzeitig abbrechen. Während dieser insgesamt 7 Tage dauernden Fahrt wurden 722 sm über und 233 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 21.06.1943 lief U 338 wieder in St. Nazaire ein.

Original Kriegstagebuch U 338 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

25.08.1943 - 20.09.1943|Ausgelaufen von St. Nazaire - Boot verschollen


Am 25.08.1943 lief U 338 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Manfred Kinzel von St. Nazaire zu seiner 3. und letzten Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 338 am 11.09.1943 von U 460 mit 30 m³ Brennstoff sowie Proviant für 10 Tage versorgt. Das Boot gehörte der U-Boot-Gruppe Leuthen an, um gegen den feindlichen Schiffsverkehr zu operieren. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. U 338 meldete sich zuletzt am 20.09.1943 und gilt seitdem nach insgesamt 27 Tage dauernder Fahrt als verschollen.

Original Kriegstagebuch U 338 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 20.09.1943
Letzter Kommandant: Manfred Kinzel
Ort: Nordatlantik
Position: (57° 00' Nord - 30° 00' West)
Planquadrat: (AK 3917)
Verlust durch: Unbekannt
Tote: 51
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 338

Verbleib im Detail


U 338 ist seit dem 20.09.1943 im Nordatlantik verschollen.


  • Die ursprüngliche Nachkriegsbewertung wurde vom FDS/NHB im Oktober 1992 geändert. Der Angriff des Consolidated B-24 Liberator F der RAF Squadron 120, am 20.09.1943 auf der Position 57° 40' Nord - 29° 48' West, dem früher die Versenkung von U 338 zugeschrieben wurde, richtete sich tatsächlich gegen U 386 und richtete keinen Schaden an. U 338 meldete sich zuletzt am 20.09.1943 aus der ungefähren Position 57° 20' Nord - 30° 00' West, während es gegen den Konvoi ON.202/ONS.18 operierte. Als das Boot daraufhin wiederholt seine Position nicht meldete, wurde es mit Wirkung vom 21.09.1943 als vermisst geführt. Eine Erklärung für den Verlust ist derzeit nicht bekannt. (Dr. Axel Niestlé - S. 218).



Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 501.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 316

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 80, 250.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 148.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 173, 174.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 55, 218.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 301 - U 374" - S. 181 - 184.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 259.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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