U 371

Aus uboot Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 370
   U 372

Kriegsmarine Unterseeboot U 371

Typ: VII C
Bauauftrag: 23.09.1939
Bauwerft: Howaldtswerke AG Kiel
Serie: U 371 - U 400
Baunummer: 2
Kiellegung: 17.11.1939
Stapellauf: 27.01.1941
Indienststellung: 15.03.1941
Kommandant: Heinrich Driver
Feldpostnummer: M - 40 472

Kommandanten

15.03.1941 - 05.04.1942 Kapitänleutnant Heinrich Driver
26.03.1942 - 06.04.1942 Oberleutnant zur See Karl-Otto Weber (in Vertretung)
06.04.1942 - 24.05.1942 Kapitänleutnant Heinz-Joachim Neumann (in Vertretung)
25.05.1942 - 04.04.1944 Kapitänleutnant Waldemar Mehl
05.04.1944 - 04.05.1944 Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski

Flottillen

15.03.1941 - 30.06.1941 1. U-Flottille, Kiel (Ausbildungsboot)
01.07.1941 - 31.10.1941 1. U-Flottille, Brest (Frontboot)
01.11.1941 - 14.04.1942 23. U-Flottille, Salamis (Frontboot)
15.04.1942 - 04.05.1944 29. U-Flottille, La Spezia / Toulon (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

05.06.1941 - 01.07.1941 : Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brest


Am 05.06.1941 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Driver von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im mittleren Nordatlantik. Es gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Kurfürst. Während dieser insgesamt 27 Tage dauernden Fahrt wurden 5.334 sm über und 75 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von 2 Schiffen mit 11.138 BRT. Am 01.07.1941 lief U 371 in Brest ein. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

23.07.1941 - 19.08.1941 : Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest


Am 23.07.1941 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Driver von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, westlich von Spanien. Während dieser insgesamt 28 Tage dauernden Fahrt wurden 5.029,3 sm über und 88,5 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung von 2 Schiffen mit 13.984 BRT. Am 19.08.1941 machte U 371 wieder in Brest fest. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

16.09.1941 - 27.09.1941 : Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Messina

27.09.1941 - 24.10.1941: Ausgelaufen von Messina - Eingelaufen in Salamis


Am 16.09.1941 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Driver von Brest zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte zunächst im Nordatlantik und nach dem erfolgreichen Durchbruch durch die Straße von Gibraltar am 21.09.1941 im östlichen Mittelmeer vor Tobruk. Am 27.09.1941 nahm das Boot Überlebende des italienischen Torpedobootes "Albatros" auf und brachte diese nach Messina. U 371 gehörte auf dieser Unternehmung zur U-Boot-Gruppe Goeben. Während dieser insgesamt 39 Tage dauernden Fahrt wurden 4.781,3 sm über und 567,5 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 24.10.1941 lief U 371 in Salamis ein.

Original Kriegstagebuch U 371 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

04.12.1941 - 05.12.1941: Ausgelaufen von Salamis - Eingelaufen in Salamis

06.12.1941 - 10.01.1942: Ausgelaufen von Salamis - Eingelaufen in Salamis


Am 04.12.1941 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Driver von Salamis zu seiner 4. Unternehmung aus. Nach einem Rückruf des Bootes wurden am 05.12.1941 in Salamis nochmals Ergänzungen durchgeführt. Nach dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Mittelmeer und vor der Cyrenaika. Während dieser insgesamt 38 Tage dauernden Fahrt wurden 3.759 sm über und 614,3 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 10.01.1942 machte U 371 wieder in Salamis fest.

Original Kriegstagebuch U 371 - 4. Unternehmung



5. Unternehmung

04.03.1942 - 25.03.1942: Ausgelaufen von Salamis - Eingelaufen in Salamis


Am 04.03.1942 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinrich Driver von Salamis zu seiner 5. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelmeer vor Tobruk. Während der Fahrt erkrankte Heinrich Driver, woraufhin Oberleutnant zur See Karl-Otto Weber am 21.03.1942 das Kommando übernahm. Während dieser insgesamt 22 Tage dauernden Fahrt gelangen im Verlauf der Operationen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 25.03.1942 lief U 371 wieder in Salamis ein.

Original Kriegstagebuch U 371 - 5. Unternehmung



6. Unternehmung

21.04.1942 - 09.05.1942: Ausgelaufen von Salamis - Eingelaufen in Salamis


Am 21.04.1942 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz-Joachim Neumann von Salamis zu seiner 6. Unternehmung aus. Das Boot operierte im östlichen Mittelmeer. Während dieser insgesamt 19 Tage dauernden Fahrt wurden 2.082 sm über und 262 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 09.05.1942 lief U 371 wieder in Salamis ein.

Original Kriegstagebuch U 371 - 6. Unternehmung



Verlegungsfahrt

01.07.1942 - 01.07.1942: Ausgelaufen von Salamis - Eingelaufen in Patras

03.07.1944 - 07.07.1942: Ausgelaufen von Patras - Eingelaufen in Pola


Am 01.07.1942 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Salamis aus. Das Boot verlegte, über Patras zum Befehlsempfang und zur Geleitabsprache, in die Werft nach Pola. Nach 7 Tagen lief U 371 am 07.07.1942 in Pola ein.



7. Unternehmung

05.09.1942 - 18.09.1942: Ausgelaufen aus Pola - Eingelaufen in Salamis


Am 05.09.1942 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Pola zu seiner 7. Unternehmung aus. Das Boot operierte im östlichen Mittelmeer. Während dieser insgesamt 14 Tage dauernden Fahrt wurden 2.674,2 sm über und 142,2 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 18.09.1942 lief U 371 in Salamis ein.

Original Kriegstagebuch U 371 - 7. Unternehmung



Verlegungsfahrt

12.10.1942 - 12.10.1942: Ausgelaufen von Salamis - Eingelaufen in Patras

13.10.1942 - 16.10.1942: Ausgelaufen von Patras - Eingelaufen in Pola


Am 12.10.1942 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Salamis aus. Das Boot verlegte, über Patras zum Befehlsempfang, in die Werft nach Pola. Nach 5 Tagen lief U 371 am 16.10.1942 in Pola ein. Dort erfolgten im Anschluss Instandsetzungsarbeiten.



8. Unternehmung

01.12.1942 - 04.12.1942: Ausgelaufen aus Pola - Eingelaufen in Messina

07.12.1942 - 10.01.1943: Ausgelaufen von Messina - Eingelaufen in La Spezia


Am 01.12.1942 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Pola zu seiner 8. Unternehmung aus. Wegen eines defekten Diesels und Junkers-Verdichters musste das Boot am 04.12.1942 Messina anlaufen. Nach erfolgter Reparatur und erneutem Auslaufen operierte U 371 im Mittelmeer, östlich von Algier. Während dieser insgesamt 41 Tage dauernden Fahrt wurden 2.965 sm über und 725 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Minensuchers mit 454 ts sowie die Beschädigung eines Schiffes mit 7.159 BRT. Am 10.01.1943 lief U 371 in La Spezia ein. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 8. Unternehmung



9. Unternehmung

14.02.1943 - 17.02.1943: Ausgelaufen von La Spezia - Eingelaufen in La Spezia

20.02.1943 - 03.03.1943: Ausgelaufen von La Spezia - Eingelaufen in La Spezia


Am 14.02.1943 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von La Spezia zu seiner 9. Unternehmung aus. Aufgrund defekter Torpedorohre musste das Boot am 17.02.1943 wieder in La Spezia einlaufen. Nach der Reparatur und dem erneuten Auslaufen operierte U 371 im Mittelmeer vor der algerischen Küste. Während dieser insgesamt 18 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung eines Schiffes mit 2.089 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 7.176 BRT. Am 03.03.1943 lief U 371 wieder in La Spezia ein. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 9. Unternehmung



10. Unternehmung

07.04.1943 - 09.04.1943: Ausgelaufen von La Spezia - Eingelaufen in La Spezia

10.04.1943 - 11.05.1943: Ausgelaufen von La Spezia - Eingelaufen in Toulon


Am 07.04.1943 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von La Spezia zu seiner 10. Unternehmung aus. Wegen defekter Flutventile musste das Boot am 09.04.1943 zunächst wieder nach La Spezia zurückkehren. Nach der Reparatur und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im westlichen Mittelmeer. Während dieser insgesamt 35 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung eines Schiffes mit 1.162 BRT. Am 11.05.1943 lief U 371 in Toulon ein. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 10. Unternehmung



11. Unternehmung

03.07.1943 - 04.07.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon

06.07.1943 - 12.07.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon


Am 03.07.1943 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Toulon zu seiner 11. Unternehmung aus. Wegen eines defekten Angriffssehrohrs musste das Boot am 04.07.1943 zunächst wieder nach Toulon zurückkehren. Nach der Reparatur und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im westlichen Mittelmeer und vor der algerischen Küste. Während dieser insgesamt 10 Tage dauernden Fahrt gelang im Verlauf der Operationen die Beschädigung von zwei Schiffen mit zusammen 13.737 BRT. Am 12.07.1943 lief U 371 wieder in Toulon ein. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 11. Unternehmung



12. Unternehmung

22.07.1943 - 26.07.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon

29.07.1943 - 31.07.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon

31.07.1943 - 11.08.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon


Am 22.07.1943 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Toulon zu seiner 12. Unternehmung aus. Das Boot musste die Fahrt zweimal unterbrechen und lief am 26.07.1943 wegen einer defekten Abgasklappe sowie am 31.07.1943 wegen eines unklaren Funkschlüssels wieder in Toulon ein. Nach der Behebung der Probleme operierte es im westlichen Mittelmeer und vor der algerischen Küste. Während dieser insgesamt 21 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung eines Schiffes mit 6.004 BRT. Am 11.08.1943 machte U 371 wieder in Toulon fest. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 12. Unternehmung



13. Unternehmung

21.08.1943 - 21.08.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon

21.08.1943 - 03.09.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon


Am 21.08.1943 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Toulon zu seiner 13. Unternehmung aus. Kurz nach dem Auslaufen musste das Boot noch am selben Tag wegen eines defekten Bodenverschlusses wieder nach Toulon zurückkehren. Nach der Reparatur und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im westlichen Mittelmeer und vor der Küste Algeriens. Während dieser insgesamt 14 Tage dauernden Fahrt gelangen im Verlauf der Operationen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 03.09.1943 lief U 371 wieder in Toulon ein. Im Anschluss an diese Fahrt erfolgten ein Turmumbau sowie die Installation einer 2 x 2-cm-Flak-Vierlingflak und zweier 2-cm-Zwillingsflak.

Original Kriegstagebuch U 371 - 13. Unternehmung



14. Unternehmung

07.10.1943 - 28.10.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon


Am 07.10.1943 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Toulon zu seiner 14. Unternehmung aus. Das Boot operierte im westlichen Mittelmeer und vor der Küste Algeriens. Während dieser insgesamt 22 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung eines Schiffes mit 7.176 BRT, eines Minensuchers sowie eines Zerstörers mit 2.286 ts. Am 28.10.1943 lief U 371 wieder in Toulon ein. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 14. Unternehmung



15. Unternehmung

15.11.1943 - 23.11.1943: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon


Am 15.11.1943 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Toulon zu seiner 15. Unternehmung aus. Das Boot operierte im westlichen Mittelmeer. Nach einem Rückruf lief U 371 nach 9 Tagen am 23.11.1943 wieder in Toulon ein. Am 24.11.1943 wurde das Boot bei einem Bombenangriff auf Toulon beschädigt, als eine Bombe vorn dicht neben dem Boot detonierte. Ab dem 27.11.1943 ging U 371 zur Reparatur von Schäden am Tiefenruder, Unterwasserschäden am Vorschiff und am Gruppenhorchgerät (GHG) ins Dock. Im Verlauf der Operationen gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen.

Original Kriegstagebuch U 371 - 15. Unternehmung



16. Unternehmung

22.01.1944 - 23.01.1944: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon

23.01.1944 - 23.01.1944: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon

26.01.1944 - 13.02.1944: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon


Am 22.01.1944 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Toulon zu seiner 16. Unternehmung aus. Das Boot musste die Fahrt zunächst wegen eines defekten GHG und kurz darauf erneut wegen einer defekten Abgasklappe unterbrechen und nach Toulon zurückkehren. Nach den Reparaturen und dem erneuten Auslaufen operierte das Boot im Mittelmeer sowie vor Anzio und Nettuno. Während dieser insgesamt 23 Tage dauernden Fahrt gelangen im Verlauf der Operationen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 13.02.1944 lief U 371 wieder in Toulon ein.

Original Kriegstagebuch U 371 - 16. Unternehmung



17. Unternehmung

04.03.1944 - 25.03.1944: Ausgelaufen von Toulon - Eingelaufen in Toulon


Am 04.03.1944 lief U 371 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Waldemar Mehl von Toulon zu seiner 17. Unternehmung aus. Das Boot operierte im westlichen Mittelmeer. Während dieser insgesamt 22 Tage dauernden Fahrt gelang die Versenkung von zwei Schiffen mit 23.189 BRT. Am 25.03.1944 lief U 371 wieder in Toulon ein. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 17. Unternehmung



18. Unternehmung

23.04.1944 - 04.05.1944: Ausgelaufen von Toulon - Verlust des Bootes


Am 23.04.1944 lief U 371 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Horst-Arno Fenski von Toulon zu seiner 18. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelmeer und vor der algerischen Küste. Während dieser insgesamt 12 Tage dauernden Fahrt gelangen im Verlauf der Operationen die Beschädigungen von zwei Zerstörern mit zusammen 2.500 ts. Nach schwersten Beschädigungen durch amerikanische und britische Kriegsschiffe wurde U 371 am 04.05.1944 von der eigenen Besatzung selbstversenkt. → Erfolge U 371.

Original Kriegstagebuch U 371 - 18. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 04.05.1944
Letzter Kommandant: Horst-Arno Fenski
Ort: Mittelmeer
Position: 37° 49' Nord - 05° 39' Ost
Planquadrat: CH 9349
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 3
Überlebende: 50
Besatzung: Besatzungsliste U 371

Verbleib im Detail


Verlust: Am 04.05.1944 wurde U 371 im Mittelmeer nördlich von Constantine nach einem Angriff mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen und von der eigenen Besatzung selbstversenkt. Beteiligt waren die US-Geleitzerstörer USS Pride (DE-323) unter Commander Ralph-R. Curry und USS Joseph E. Campbell (DE-70) unter Lieutenant James-McIntosh Robertson, der britische Zerstörer HMS Blankney (L.30) unter Lieutenant Bernard-Henry Brown sowie der französische Zerstörer FNFL Sénégalais (T.12) unter Capitaine de corvette Pierre-Marie-André Poncet.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Ich zitiere: Amerikanischer Bericht über die Versenkung von U 371:

Es gab nur wenig Ruhe für die Sicherungsstreitkräfte an der Hauptverbindungslinie im westlichen Mittelmeer. Denken Sie zum Beispiel an die Task Force 66. Kaum hat sie den ostwärts laufenden Geleitzug UGS.38 nach Bizerta geleitet, als sie wieder hinausbeordert wurde zur Rückführung des Geleitzugs GUS-38 nach Westen. GUS.38 war ein großer Geleitzug. Er bestand aus 107 Handelsschiffen, die zu 16 Kolonnen gebildet waren. Der Geleitschutz bestand aus zwölf Geleitzerstörer einem Coast Guard Cutter und dem britischen Flak-Kreuzer HMS DEHLI (D.47). Die Task Force 66 dampfte mit dem Geleitzug westwärts und hatte die gefährlichen Gewässer unterhalb der Südostküste von Spanien erreicht. In den frühen Morgenstunden des 03.05.44 traf ein U-Boot-Torpedo den Geleitzerstörer MENGES. Die MENGES patrouillierte etwa 300 Yards hinter dem Geleitzug.

Bereits kurz nach Mitternacht erkannte ihr Radar-Gerät ein Ziel 6 Seemeilen achteraus. Der Kommandant des Zerstörers schickte die Besatzung auf Gefechtsstation und brachte einen Foxer (Gerät zum Anzeigen falscher Ziele) aus, um akustische Torpedos in die Irre zu führen. Gegen 00:50 h begann die MENGES Zickzackkurse zu steuern. Um 01:04 h erhöhte das Kriegsschiff seine Geschwindigkeit auf 20 Knoten, um näher heranzukommen. Dann verschwand das Ziel. Gegen 01:15 h wurde die Geschwindigkeit wieder auf 15 Knoten herabgesetzt, um die Ortung mit dem Asdic-Gerät zu erleichtern. Drei Minuten später traf die MENGES ein Torpedo ins Heck. Die Detonation riß beide Propeller und die Rudereinrichtung fort und zerstörte die hinteren Teile des Schiffes. 31 Mann der Besatzung wurden von der Explosion getötet und 25 Mann verwundet.

Die MENGES schlingerte hilflos in der See, fast kampfunfähig, mit Ausnahme ihrer vorderen Geschütze und der vier 20-mm-Fla-Kanonen in der Nähe der Schornsteine, fielen alle anderen Geschütze aus. Um 01:40 h befahl der Commander der Task Force 66 zwei Geleitzerstörern, den Sicherungsschirm zu verlassen, um der MENGES zu Hilfe zu eilen und das angreifende U-Boot niederzukämpfen. Diese Geleitzerstörer waren PRIDE und JOSEPH E. CAMPBELL. Um 02:55 h bekam PRIDE in der Nähe der MENGES mit dem U-Boot Asdic-Kontakt und die beiden erfahrenen Geleitzerstörer schlossen sich zu einer Falle zusammen, um das U-Boot zu vernichten. Es wurde jedoch bald klar, daß sie einen ausdauernden Gegner vor sich hatten. PRIDE führte zwei Wasserbomben-Angriffe durch. Eine Stunde später war das Ziel immer noch im Gerät. So begann PRIDE und JOSEPH E. CAMPBELL anhaltende Angriffe.

Die PRIDE Ortete sich ein und JOSEPH E. CAMPBELL warf die Wasserbomben. Aber sie konnten ihren Gegner nicht vernichten. Als die Dämmerung anbrach, manövrierten die beiden Zerstörer zu einem weiteren schweren Angriff, der um 06:00 Uhr erfolgte. Diesmal steuerte sich die JOSEPH E. CAMPBELL in den Ortungsstrahl ein und PRIDE warf die Wasserbomben. Eine weitere Wasserbomben-Serie warf die PRIDE gegen 06:27 h. Aufgrund der Luftblasen an der Oberfläche waren die beiden Jäger der Meinung, ihren Gegner beschädigt zu haben. Aber der Kontakt löste sich nicht auf. So wurde um 08:47 h ein weiterer niederwalzender Angriff begonnen und um 09:33 h wurden magnetische Wasserbomben geworfen.

Danach ging der Kontakt endgültig verloren. Die beiden Zerstörer suchten bis 10:30 h. Keine Spur von dem Ziel, das U-Boot schien sich aufgelöst zu haben. Aber ein unbemerktes Entkommen durch das Asdic-Netz war höchst unwahrscheinlich. Die Jagd wurde in Form einer systematischen Suche fortgesetzt. An diesem Vormittag verstärkte der britische Zerstörer BLANKNEY die Suchgruppe. Und ab 12:25 h beteiligten sich der US-Minensucher SUSTAIN sowie die frei-französischen Geleitzerstörern L´ALCYON und SÈNÈGALAIS an der Suche. Den Nachmittag des 03.05.44 und den ganzen Abend fuhren fünf U-Jagdfahrzeuge Suchkurse durch die See, um den Feind aufzuspüren. Um Mitternacht ging die Suche immer noch fort.

Am 04.05.44 gegen 02:00 h ging das Versteckspiel allmählich zu Ende. Das gejagte U-Boot war jetzt gute 24 Stunden unter Wasser. Die Besatzung mußte entweder ersticken oder auftauchen. Um 03:15 h erhielt die SÈNÈGALAIS Radar-Kontakt mit einem aufgetauchten U-Boot. Der Zerstörer feuerte Sternsignale, erkannte die U-Boot-Silhouette und feuerte mit seinen schußbereiten Geschützen los. In der Zwischenzeit schossen PRIDE und JOSEPH E. CMBPELL mit höchster Fahrt heran und manövrierten so, daß ein Entweichen nach Norden für das U-Boot unmöglich wurde. BLANKNEY und SUSTAIN sicherten nach Westen ab. Das U-Boot lief mit etwa 12 Knoten Fahrt nach Südwesten. Um 03:59 h tauchte das U-Boot.

5 Minuten später wurde SÈNÈGALAIS von einem Torpedo ins Achterschiff getroffen. Die Detonation riß das Heck weg, aber sie blieb schwimmfähig. Um 04:33 h wurden einige rufende Deutsche von den Ausguck im Osten der SUSTAIN im Wasser bemerkt. Das Minenschiff steuerte heran, um nachzusehen. Insgesamt wurden 48 Mann aufgenommen. Drei ihrer Kameraden waren mit dem Boot untergegangen, es waren der Leitende Ingenieur F. Ritschel und die beiden Zentralemaate. U 371 war um 04:09 h von der Besatzung verlassen worden.

Versenkungsbericht des II. Wachoffiziers von U 371, Erich Wagner:

Es waren etwa 10 Tage seit unserem Auslaufen aus Toulon vergangen. Wir befanden uns an der nord-afrikanischen Küste zwischen Algier und Cap Bone, als wir am 02.05.44 mit einem Geleitzug in Berührung kamen. Am 03.05.44 morgens um 02:00 h griffen wir an, wurden aber von einem Zerstörer gesehen. Wir schossen auf letzteren einen Torpedo und tauchten sofort. Da wir deutliche Sinkgeräusche hörten, nahmen wir an, daß wir den Zerstörer versenkt hatten. Nach kurzer Zeit kamen mehrere Zerstörer heran und es setzte eine Wasserbombenverfolgung ein, die bis 07:00 h dauerte. Kurz vorher hatten wir Grundberührung. Die Zerstörer verloren uns dann und entfernten sich. Den ganzen Tag über blieb es ruhig.

Der Kommandant hatte die Absicht, bis zum 04.05.44 morgens auf Grund liegen zu bleiben. Da sich in der Zwischenzeit nichts ereignete, tauchten wir am Morgen des 04.05.44 um 02:00 h auf. Unsere Batterien waren gänzlich leer und der Sauerstoff aufgebraucht. Wir nahmen östlichen Kurs, hatten an Steuerbord in ungefähr zwei Meilen Entfernung die afrikanische Küste. Zunächst blieb die Kimm an Backbord frei, wir hatten aber starke Ortung. Nach etwa einer Viertelstunde tauchten an Backbord voraus sowie achteraus Schatten auf, die sich schnelle als näher kommende Zerstörer herausstellten. Der Leitende Ingenieur meldete das Boot tauchunklar, da die Batterien noch nicht aufgeladen waren. Die Zerstörer eröffneten nach kurzer Zeit mit leichten Waffen das Feuer auf uns. Wir erhielten einige Treffer in den Bootskörper, unter anderen in die hintere Dieselabgasklappe.

Durch die Splitter eines Treffers in die Brücke wurden zwei Mann der Besatzung leicht verwundet. Da unser Bugrohrsatz durch die Grundberührung unklar war, schossen wir noch einen Torpedo mit dem Heckrohr. Darauf gab der Kommandant den Befehl, das Boot zum Versenken klar zu machen. Die Besatzung steigt ohne einen Verlust in die Schlauchboote, nur der Leitende Ingenieur sowie die beiden Zentralemaate blieben noch im Boot. Ungefähr gegen 04:00 h wurde das Boot selbst versenkt, nachdem der Kommandant als letzter Mann an Oberdeck das Boot verlassen hatte. U 371 sank ungeheuer schnell, so daß der Leitende Ingenieur und die beiden Maate nicht mehr rechtzeitig das Boot verlassen konnten. Die Besatzung wurde nach etwa einer Dreiviertelstunde von Zerstörern aufgefischt. An Bord der Zerstörer stellte sich dann heraus, daß alle Männer gerettet waren, bis auf den L.I. und die beiden Unteroffiziere. Die beiden Leichtverwundeten kamen sofort in ärztliche Behandlung.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 228 - 230.



Clay Blair schreibt dazu:

Das kampferprobte Mittelmeer-Boot U 371 unter Ritterkreuzträger Hans-Arno Fenski lief am 23. April von Toulon aus und sollte an der afrikanischen Küste nahe Algier patrouillieren. Wie Fenski stammte der Großteil der anderen 52 Besatzungsmitglieder von U 410. Neu bei dieser Feindfahrt von U 371 war allerdings der Erste Wachoffizier Mueller. Er hatte seine Jugend in Kalifornien verbracht und die Junior High School in Los Angeles besucht.

In den frühen Morgenstunden des 3. Mai lief Fenski mit U 371 über Wasser, um die Batterien aufzuladen. In der Nähe von Bougie stieß er auf einen sehr großen Geleitzug Dies war der in die Staaten fahrende Konvoi GUS 38 (107 leere Handelsschiffe), gesichert von 14 Geleitschiffen. Fenski tauchte und schoß aus einem Heckrohr einen T-5 auf einen >>Zerstörer<<. Der Torpedo traf den mit Männern der Coast Guard bemannten US-Geleitzerstörer USS Menges (DE-320) (1200 Tonnen). Bei dem Angriff kamen 31 Mann um, 25 wurden verwundet, und das Heck des Schiffes wurde demoliert. Der britische Schlepper Aspirant und der freifranzösische Schlepper Bombardier brachten die Menges im Schlepptau nach Bougie. Später schleppte der amerikanische Marine-Schlepper Carib das Schiff nach New York.

Fenski ging auf Tiefe und kroch in Richtung Küste. Andere Geleitschiffe orteten U 371 mit Sonar und belegten das Boot mit zahlreichen Wasserbomben, die Schäden und Wassereinbrüche verursachten. Das Boot war getaucht, ohne die Batterien aufzuladen, so daß der Batteriestrom schnell verbraucht war. Trotz der starken Wassereinbrüche ging Fenski behutsam auf 230 Meter hinunter und lag den ganzen Tag und bis weit in die Nacht hinein geräuschlos auf dem Meeresgrund. Am frühen Morgen des 4. Mai, als das Wasser im Inneren von U 371 >>knietief<< stand, löste Fenski das Boot aus dem Schlamm und tauchte auf.

Sechs alliierte Kriegsschiffe hatten sich mittlerweile an der Stelle versammelt: zwei US-Geleitzerstörer, die Joseph E. Campbell und die Pride (ein weiteres mit Besatzungen der Coast Guard bemanntes Kriegsschiff), der amerikanische Minensucher Sustain, der britische Zerstörer Blankney und zwei freifranzösische Zerstörer, die L' Alcyon und die Senegalais. Die Schiffe liefen in der Dunkelheit mit feuernden Geschützen auf das fliehende U 371 zu. In seiner Verzweiflung schoß Fenski einen T-5-Hecktorpedo. Dieser traf und beschädigte die Senegalais (1300 Tonnen) und tötete 49 Mann der 179köpfigen Besatzung. Das Schiff überstand jedoch den Angriff, und die L' Alcyon schleppte es nach Bougie.

Fenski sah, daß eine Flucht aussichtslos war, und befahl der Besatzung, sich an Deck zu sammeln und das Boot zu fluten. Der Maschinist Ferdinand Ritschel und ein Matrose gingen unter Deck, um die Ventile der Ballasttanks zu öffnen. Sie kamen nicht wieder zurück. Der amerikanische Minensucher Sustain, der Geleitzerstörer Campbell und ein anderes amerikanisches Schiff fischten 46 Überlebende, darunter Fenski, aus dem Wasser und brachten sie nach Algier. Die Senegalais nahm drei Deutsche auf und brachte sie nach Bougie. Drei Deutsche kamen um.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 613 - 614.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 613, 614.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 53, 63, 158, 169, 249

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 41, 233.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 159, 205, 227, 228, 229, 230.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 178, 179, 180.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 57, 267, 269, 277.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 301 - U 374" - Eigenverlag - S. 305 - 323.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 218.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 370
   U 372