U 544

Aus uboot Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
U 543
   U 545

Kriegsmarine Unterseeboot U 544

Typ: IX C/40
Bauauftrag: 05.06.1941
Bauwerft: Deutsche Werft AG Hamburg
Serie: U 525 - U 550
Baunummer: 365
Kiellegung: 08.07.1942
Stapellauf: 17.02.1943
Indienststellung: 05.05.1943
Kommandant: Willy Mattke
Feldpostnummer: M - 37 886

Kommandanten

05.05.1943 - 16.01.1944 Korvettenkapitän Willy Mattke

Flottillen

05.05.1943 - 31.10.1943 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot)
01.11.1943 - 16.01.1944 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

09.11.1943 - 10.11.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

11.11.1943 - 11.11.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Haugesund

12.11.1943 - 16.01.1943: Ausgelaufen von Haugesund - Eingelaufen in Bergen

13.11.1943 - 16.01.1944: Ausgelaufen von Bergen - Verlust des Bootes


Am 09.11.1943 lief U 544 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Willy Mattke von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, einer Brennstoffergänzung in Kristiansand sowie Übernachtungen in Haugesund und Bergen operierte das Boot im Nordatlantik und nordwestlich der Azoren. Es gehörte auf dieser Unternehmung zu den U-Boot-Gruppen Coronel, Coronel 1, Coronel 2, Föhr und Rügen 6. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 80 Tagen wurde U 544 von einem amerikanischen Trägerflugzeug versenkt.

Original Kriegstagebuch U 544 - 1. Unternehmung


Verbleib

Datum: 16.01.1944
Letzter Kommandant: Willy Mattke
Ort: Nordatlantik
Position: 40° 30' Nord - 37° 20' West
Planquadrat: CD 3858
Verlust durch: Raketen und Wasserbomben
Tote: 57
Überlebende: 0

Verbleib im Detail


Am 16.01.1944 wurde U 544 im Nordatlantik nordwestlich der Azoren durch Raketen und Wasserbomben der Grumman TBF Avenger T-12 unter Ensign William-M. McLane der Squadron VC-13 des US-Geleitflugzeugträgers USS Guadalcanal (CVE-60) unter Captain Daniel-Vincent Gallery versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 16.01.44 im Nordatlantik nordwestlich der Azoren bei der Versorgung zusammen mit U 516 (Tillessen) und U 129 (von Harpe) von zwei Avenger des US-Geleitträgers GUADALCANAL (Squadron VC-13) überrascht und versenkt. Als die Avenger angriff, tauchte U 516 sofort weg, was U 544 und U 129 nicht konnten, denn sie waren noch mit dem Ölschlauch miteinander verbunden. Die erste Avenger griff mit Raketen und zwei Wasserbomben an, wobei zwei Raketen den Druckkörper von U 544 durchschlugen und das Boot schwer beschädigten. Die zweite Avenger griff ebenfalls mit Raketen und Wasserbomben an, danach gelang es U 129 wegzutauchen, während U 544 über das Heck sank. Etwa zwanzig Überlebende schwammen in einem immer größer werdenden Ölteppich. Zwei von der GUADALCANAL zum Versenkungsort befohlene Geleitzerstörer konnten aber keinen der Schiffbrüchigen mehr finden.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 182 - 183.



Clay Blair schreibt dazu:

Auf die dringenden Gesuche hin befahl die U-Boot-Führung dem neuen IXC/40-Boot U 544 unter Willi Mattke, 34 Jahre alt, sich mit den heimkehrenden Tillessen in U 516 und Harpe in U 129 zu treffen. Als die alliierten Codeknacker aus entzifferten Funksprüchen von diesem Treffen erfuhren, wurde eine U-Jagdgruppe um den neuen Geleitträger Guadalcanal, der am 5. Januar von Norfolk auslief, an die Stelle geschickt.

Die von Daniel V. Gallery befehligte Guadalcanal startete am 16. Januar rund 900 Kilometer westlich der Azoren drei Flugzeuge, die nach den drei U-Booten suchen sollten. Zwei Flugzeuge, geflogen von Bert J. Hudson und William M. McLane, entdeckten die drei Boote, die gerade nachtankten, und griffen unverzüglich gleichzeitig mit Raketen und Wasserbomben an. Einige dieser Geschosse trafen den Hilfs-Versorger, Mattkes U 544, und versenkten ihn. Die Flieger sahen zwanzig bis dreißig Deutsche im Wasser, aber trotz einer gründlichen Suche konnten die Geleitfahrzeuge der Guadalcanal keinen einzigen Überlebenden finden. U 129 und U 516 tauchten und entkamen.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 546.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 546.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 156.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 111, 230.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 182 - 183.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 126, 270, 275.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 501 - U 560" - Eigenverlag - S. 258 - 259.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 188.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

U 543
   U 545