U 849
Kriegsmarine Unterseeboot U 849
| Typ: | IX D2 |
| Bauauftrag: | 20.01.1941 |
| Bauwerft: | Deschimag AG Weser Bremen |
| Serie: | U 847 - U 852 |
| Baunummer: | 1055 |
| Kiellegung: | 20.01.1942 |
| Stapellauf: | 31.10.1942 |
| Indienststellung: | 11.03.1943 |
| Kommandant: | Heinz-Otto Schultze |
| Feldpostnummer: | M - 51 402 |
Kommandanten
| 11.03.1943 - 25.11.1943 | Kapitänleutnant Heinz-Otto Schultze |
Flottillen
| 11.03.1943 - 30.09.1943 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.10.1943 - 25.11.1943 | 12. U-Flottille, Bordeaux (Frontboot) |
Einsätze
1. Unternehmung
02.10.1943 - 03.10.1943: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand
05.10.1943 - 05.10.1943: Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Farsund
07.10.1943 - 25.11.1943: Ausgelaufen von Farsund - Verlust des Bootes
Am 02.10.1943 lief U 849 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz-Otto Schultze von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee, Brennstoff- und Wasserergänzung in Kristiansand, sowie Einlaufen in Farsund wegen Schlechtwetter, operierte das Boot im Mittelatlantik, im Südatlantik und westlich der Kongomündung. Nach 55 Tagen wurde U 849 von einem amerikanischen Flugzeug versenkt. U 849 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 849 - 1. Unternehmung (B.d.U. op.)
Verbleib
| Datum: | 25.11.1943 |
| Letzter Kommandant: | Heinz-Otto Schultze |
| Ort: | Südatlantik |
| Position: | 06° 30' Süd - 05° 40' West |
| Planquadrat: | FN 2195 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 63 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 849 |
Verbleib im Detail
Am 25.11.1943 wurde U 849, im Südatlantik westlich der Kongo-Mündung, durch Wasserbomben der Consolidated B-24 Liberator B-6 unter Lieutenant junior grade Marion-Vance Dawkins Jr. der US-Navy Squadron VB-107, versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 25.11.43 um 11:30 h (Ortszeit) im Südatlantik westlich der Kongomündung, von zwei von Ascension gestarteten Liberators der US-Navy-Squadron VB-107 gesichtet. Die Liberator B-6 unter dem Kommando von Lt. Marion Dawkins stieß auf das U-Boot herab und warf sechs Wasserbomben, die dich am Boot detonierten. Eine der Bomben prallte vom Deck U 849 ab und beschädigte das Höhenleitwerk des Bombers. Vor dem Rückflug beobachteten die Flugzeugbesatzungen, wie die U-Boot-Männer von Bord gingen, während das U-Boot mit dem Heck tief im Wasser liegend, durch eine starke Explosion sank. Es wurde ein Rettungsfloß für die Überlebenden abgeworfen, daß später aber nicht mehr gefunden wurde.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 173.
Clay Blair schreibt dazu:
Ritterkreuzträger Heinz-Otto Schultze lief mit dem neuen Fern-U-Boot U 849 vom Typ IXD2 am 2. Oktober von Kiel in den Fernen Osten aus. Am 25. November entdeckte eine B-24 aus dem Kontingent der Navy Squadron VB 107, das auf Ascension stationiert war, U 849 an der Oberfläche. Der Pilot Marion Vance Dawkins Jr. gabelte das Boot mit sechs Wasserbomben ein, die er aus einer Höhe von nur 7,5 Metern abwarf. Die Geschosse versenkten U 849, aber ein abprallender Sprengkopf einer Wasserbombe beschädigte die Seiten- und das Höhenruder am Heck schwer. Die B-24 rettete sich nach Ascension. Dawkins meldete rund 30 Überlebende im Wasser, denen er Rettungsflöße zugeworfen hatte, aber kein Deutscher wurde gerettet.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 543.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 543.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 220.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 105, 106, 211.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 173.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 137, 269.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 661 - U 849" - Eigenverlag - S. 356.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 107.