U 927
Kriegsmarine Unterseeboot U 927
| Typ: | VII C |
| Bauauftrag: | 25.08.1941 |
| Bauwerft: | Schiffswerft Neptun AG Rostock |
| Serie: | U 921 - U 928 |
| Baunummer: | 514 |
| Kiellegung: | 01.12.1942 |
| Stapellauf: | 03.05.1944 |
| Indienststellung: | 27.06.1944 |
| Kommandant: | Jürgen Ebert |
| Feldpostnummer: | M - 21 755 |
Kommandanten
| 27.06.1944 - 24.02.1945 | Kapitänleutnant Jürgen Ebert |
Flottillen
| 27.06.1944 - 31.01.1945 | 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot) |
| 01.02.1945 - 24.02.1945 | 11. U-Flottille, Bergen (Frontboot) |
Einsätze
Verlegungsfahrt
11.01.1945 - 15.01.1945: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Horten
Am 11.01.1945 lief U 927 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Jürgen Ebert von Kiel aus. Das Boot lag bis zum 13.01.1945 in Schilksee vor Anker und verlegte dann, zusammen mit U 880, nach Horten. Nach insgesamt 5 Tagen lief U 927 am 15.01.1945 in Horten ein. Dort führte es Schnorchelübungen im Oslofjord durch.
Verlegungsfahrt
23.01.1945 - 24.01.1945: Ausgelaufen von Horten - Eingelaufen in Kristiansand
Am 23.01.1945 lief U 927 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Jürgen Ebert von Horten aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 880, nach Kristiansand. Nach insgesamt 2 Tagen lief U 927 am 24.01.1945 in Kristiansand ein.
1. Unternehmung
31.01.1945 - 24.02.1945: Ausgelaufen von Kristiansand - Verlust des Bootes
Am 31.01.1945 lief U 927 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Jürgen Ebert von Kristiansand zu seiner 1. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Nordatlantik, im Ärmelkanal und südöstlich von Falmouth. Schiffe konnten nicht versenkt oder beschädigen werden. Nach einer Gesamtdauer von 24 Tagen wurde U 927 von einem britischen Flugzeug versenkt. U 927 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Original Kriegstagebuch U 927 - 1. Unternehmung
Verbleib
| Datum: | 24.02.1945 |
| Letzter Kommandant: | Jürgen Ebert |
| Ort: | Ärmelkanal |
| Position: | 49° 54' Nord - 04° 45' West |
| Planquadrat: | BF 2525 |
| Verlust durch: | Wasserbomben |
| Tote: | 47 |
| Überlebende: | 0 |
| Besatzung: | Besatzungsliste U 927 |
Verbleib im Detail
Am 24.02.1945 wurde U 927, im Ärmelkanal südöstlich von Falmouth, durch Wasserbomben der Vickers Warwick K unter Flight Lieutenant Anthony-Gerald Brownsill der britischen RAF Squadron 179 versenkt.
Zitate aus der Literatur
Busch/Röll schreiben dazu:
Am 24.02.45 auf dem Anmarsch zum Ärmelkanal südöstlich von Falmouth durch die Warwick K der britischen 179. Squadron während der Schnorchelfahrt vernichtet. Die Warwick (Fl.Lt. A.G. Brownsill) ortete mit Radar den Schnorchelkopf eines U-Bootes. Mit eingeschalteten Leigh-Light-Scheinwerfern wurde das Objekt angestrahlt und mit sechs Wasserbomben angegriffen. Die Warwick kehrte später zur Versenkungsstelle zurück und erkannte im hellen Licht des Scheinwerfers Öl, in dem auch Wrackteile zu sehen waren. Noch einmal warf die Warwick Wasserbomben, nach deren Explosion sich der Ölteppich sofort vergrößerte.
Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 320.
Clay Blair schreibt dazu:
Am letzten Januartag lief von Christiansand das neue U 927 unter dem Kommando von Jürgen Ebert aus. Auch dieses Boot marschierte zum Ärmelkanal. Vor Lizard Point, am Abend des 24. Februar, bekam eine mit Leigh-Light ausgerüstete Warwick der britischen Squadron 179 eine Radarortung vom Schnorchel dieses U-Bootes. Anthony G. Brownsill, der Pilot des Flugzeuges, griff aus einer Höhe von 21 Metern an und warf sechs Wasserbomben sehr zielgenau auf den Schnorchel. Von U 927 hörte man nichts mehr. Brownsill wurde später mit dem DSC (Distinguished Service Cross) ausgezeichnet.
Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 773, 774.
Quellen & Literatur
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB
Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag - 1999 - S. 773, 774.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag - 1996 - S. 56.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag - 1997 - S. 156, 256.
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag - 2008 - S. 320.
Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 89, 267.
Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 850 - U 1100" - Eigenverlag - S. 67.
Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 238.