Typ IX C
U-Boote vom Typ IX C
Der Typ IX C war die meistgebaute Variante der Typ-IX-Familie und entstand als Weiterentwicklung des Typs IX B. Durch vergrößerte Treibstoffvorräte und zusätzliche Bunker konnte die Reichweite nochmals erhöht werden, wodurch sich die Boote besonders für lange Unternehmungen im Atlantik, im Indischen Ozean und vor den Küsten Amerikas eigneten. Zwischen 1940 und 1942 wurden 54 Boote dieses Typs bei den Werften AG Weser in Bremen, Seebeckwerft in Bremerhaven und Deutsche Werft in Hamburg gebaut. Mit einer Verdrängung von 1.120 t über Wasser und 1.232 t getaucht gehörten sie zu den wichtigsten deutschen Hochsee-U-Booten des Zweiten Weltkrieges. Die Boote waren mit sechs Torpedorohren und bis zu 22 Torpedos bewaffnet sowie zusätzlich mit einem 10,5-cm-Deckgeschütz ausgestattet. Typ-IX-C-Boote operierten in nahezu allen Einsatzgebieten der deutschen U-Bootwaffe und erzielten zahlreiche Erfolge gegen alliierte Handels- und Kriegsschiffe. Aufgrund ihrer großen Reichweite wurden sie häufig für Fernunternehmungen eingesetzt und bildeten die Grundlage für die späteren Varianten IX C/40 und IX D. Die meisten Boote gingen im Verlauf des Krieges durch die zunehmende alliierte U-Boot-Abwehr verloren.
Technische Daten
| Tonnage gesamt: | 1.540 t |
| Verdrängung über Wasser: | 1.120 t |
| Verdrängung unter Wasser: | 1.232 t |
| Reserveauftrieb: | 121 t |
| Länge über alles: | 76,76 m |
| Breite: | 6,76 m |
| Durchmesser Druckkörper: | 4,40 m |
| Tiefgang: | 4,70 m |
| Betriebstauchtiefe: | 100 m |
| Maximale Tauchtiefe: | 165 m |
| Zerstörungstauchtiefe: | 250 m |
| Tauchzeit gestoppt: | - |
| Schnelltauchzeit in Fahrt: | 35 Sekunden |
Maschinenanlagen & Geschwindigkeiten
| Dieselmaschine: | 2 x MAN 9 Zylinder Viertakt-Diesel M9V 40/46 mit Aufladung mit 2 x 2.200 PS |
| E-Maschine: | 2 x SSW Doppelmaschinen 2 GU 345/34 mit 2 x 500 PS |
| Batterie: | 2 x 62 Zellen AFA-Akkus 36 MAK 740 W |
| Schrauben: | 2 Schrauben mit einem Durchmesser von 1,92 m |
| Höchstgeschwindigkeit über Wasser: | 18,3 kn |
| Höchstgeschwindigkeit unter Wasser: | 7,3 kn |
| Fahrstrecke bei Höchstfahrt: | 5.000 sm bei 18,3 kn |
| Fahrstrecke bei Marschfahrt: | 13.450 sm bei 10 kn |
| Fahrstrecke Dieselelektrisch: | 16.300 sm bei 10 kn |
| Getaucht bei Normalfahrt: | 63 sm bei 4 kn |
Bewaffnung
| Bugtorpedorohre: | 4 x 53,3 cm |
| Hecktorpedorohre: | 2 x 53,3 cm |
| Torpedos: | 22 Torpedos |
| Minen: | 44 TMA oder 66 TMB Minen (keine Minen bei U 505 - U 524) |
| Deckgeschütz: | 1 x 10,5-cm Utof L/45 (180 Schuß) bis 1943/44 |
| Flugabwehr: | 1 x 3,7-cm (2625 Schuß), 1 x 2-cm Zwilling (4250 Schuß). Ab 1943/44 2 x 2 cm Zwilling (8500 Schuß) |
Besatzungsstärke
| Insgesamt: | 48 Mann |
| Offiziere: | 4 Mann |
| Mannschaften: | 44 Mann |
Sonstige Ausrüstung
| Ruder: | 1 Ruder und 2 Tiefenruder (vorn und achtern) |
| Schnorchel: | Einbau ab 1943/44 |
| Sehrohre: | 2 Turmsehrohre |
Boote vom Typ IX C
U 66, U 67, U 68, U 125, U 126, U 127, U 128, U 129, U 130, U 131, U 153, U 154, U 155, U 156, U 157, U 158, U 159, U 160, U 161, U 162, U 163, U 164, U 165, U 166, U 171, U 172, U 173, U 174, U 175, U 176, U 501, U 502, U 503, U 504, U 505, U 506, U 507, U 508, U 509, U 510, U 511, U 512, U 513, U 514, U 515, U 516, U 517, U 518, U 519, U 520, U 521, U 522, U 523, U 524
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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com