U 509

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Kriegsmarine Unterseeboot U 509

Typ: IX C
Bauauftrag: 20.10.1939
Bauwerft: Deutsche Werft AG Hamburg
Serie: U 501 - U 524
Baunummer: 305
Kiellegung: 01.11.1940
Stapellauf: 19.08.1941
Indienststellung: 04.11.1941
Kommandant: Karl-Heinz Wolff
Feldpostnummer: M - 37 143

Kommandanten

04.11.1941 - 00.09.1942 Korvettenkapitän Karl-Heinz Wolff
00.09.1942 - 15.07.1943 Kapitänleutnant Werner Witte

Flottillen

04.11.1941 - 30.06.1942 4. U-Flottille, Stettin (Ausbildungsboot)
01.07.1942 - 15.07.1943 10. U-Flottille, Lorient (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

25.06.1942 - 26.06.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

27.06.1942 - 12.09.1942: Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Lorient


Am 25.06.1942 lief U 509 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Karl-Heinz Wolff von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach dem Marsch über die Ostsee sowie Brennstoffergänzung in Kristiansand operierte das Boot im Nordatlantik und dem Golf von Mexiko. Die Unternehmung musste wegen einer starken Ölspur vorzeitig abgebrochen werden. Auf dem Rückmarsch wurde → 1 U-Boot versorgt, es gelangen jedoch keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 80 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 14.425 sm über und 544 sm unter Wasser lief das Boot am 12.09.1942 in Lorient ein.

Original Kriegstagebuch U 509 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

15.10.1942 - 26.11.1942: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 15.10.1942 lief U 509 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Werner Witte von Lorient zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, westlich von Marokko, dabei gehörte es zu den U-Boot-Gruppen Streitaxt und Schlagetot. Im Verlauf der Unternehmung wurden → 1 U-Boot versorgt. Es gelang die Versenkung von 4 Schiffen mit 24.154 BRT und die Beschädigung von 3 Schiffen mit 20.014 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 43 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von 5.610 sm über und 544 sm unter Wasser lief das Boot am 26.11.1942 wieder in Lorient ein. → Erfolge U 509.

Original Kriegstagebuch U 509 - 2. Unternehmung



3. Unternehmung

23.12.1942 - 11.05.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Lorient


Am 23.12.1942 lief U 509 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Werner Witte von Lorient zu seiner 3. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Südatlantik und vor Südafrika. Am 30.01.1943 wurde es von U 459 mit 108 m³ Brennstoff, 2,7 t Schmieröl und 18 Tagen Proviant sowie am 28.04.1943 von U 117 mit 21 m³ Brennstoff und 8 Tagen Proviant versorgt. Im Verlauf der Unternehmung gelang die Versenkung von einem Schiff mit 4.937 BRT und die Beschädigung von einem Schiff mit 7.129 BRT. Nach einer Gesamtdauer von 140 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von zirka 17.800 sm lief das Boot am 11.05.1943 wieder in Lorient ein. → Erfolge U 509.

Original Kriegstagebuch U 509 - 3. Unternehmung



4. Unternehmung

03.07.1943 - 15.07.1943: Ausgelaufen von Lorient - Verlust des Bootes


Am 03.07.1943 lief U 509 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Werner Witte von Lorient zu seiner 4. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, nordwestlich der Insel Madeira. Im Verlauf der Unternehmung gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Nach einer Gesamtdauer von 13 Tagen wurde das Boot am 15.07.1943 von zwei amerikanischen Trägerflugzeugen versenkt.

Original Kriegstagebuch U 509 - 4. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 15.07.1943
Letzter Kommandant: Werner Witte
Ort: Mittelatlantik
Position: 34° 02' Nord - 26° 01' West
Planquadrat: DG 3196
Verlust durch: Mark 24 Fido-Torpedo
Tote: 54
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 509

Verbleib im Detail


Am 15.07.1943 wurde U 509 im Mittelatlantik nordwestlich der Insel Madeira durch Bordwaffenbeschuss und einen akustischen Zielsuchtorpedo Mark 24 Fido der Grumman TBF Avenger T-12 unter Lieutenant junior grade Claude-N. Barton und der Grumman F4F Wildcat F-7 unter Ensign Jack-D. Anderson der Squadron VC-29 des US-Geleitflugzeugträgers USS Santee (CVE-29) unter Captain Harold-Forster Fick versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 15.07.43 im Mittelatlantik nordwestlich Madeira durch eine Avenger- und eine Wildcat-Maschine des US-Geleitträgers SANTEE (Squadron VC-29) durch Bordwaffenbeschuß und einen akustischen Torpedo (Mark 24 Fido) versenkt. Nach einer starken Unterwasserdetonation schwamm ein dicker Ölteppich auf.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 116.



Clay Blair schreibt dazu:

Alle IX-Boote der Gruppe Monsun stachen in der ersten Juliwoche von Frankreich aus in See. Alle waren mit der neuen schweren Flak-Bewaffnung ausgestattet, und alle blieben in Gruppen an der Oberfläche. Drei der neuen Boote gingen kurz nach dem Auslaufen verloren: Das IXC-Boot U 509 unter Werner Witte, 28 Jahre alt, das am 3. Juli von Lorient auslief. Nach zwölf Tagen auf See, am 15. Juli, entdeckten eine Wildcat und eine Avenger des Trägers Santee das U-Boot auf der Höhe der Insel Madeira. Der Pilot Jack D. Anderson in der Wildcat griff im Tiefflug mit den Maschinengewehren an, und als U 509 tauchte, warf Pilot Claude N. Barton in der Avenger einen Mark 24 Fido. Der Mark 24 Fido erfüllte offensichtlich seinen Zweck. Von U 509 wurde nie wieder etwas gehört.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 475 - 476.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 475, 476.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 257, 259.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 60, 230.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 116.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 217.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 121, 265, 266, 270.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 501 - U 560" - Eigenverlag - S. 72 - 78.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 187.


Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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