Hans-Ulrich Hanitsch

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Lebensdaten

Name: Hanitsch

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Vorname: Hans Ulrich
Geburtsdatum: 12.08.1922
Geburtsort: Berlin-Treptow
Geburtsort Lage - Damals: Stadtteil von Berlin (seit 1920) - Provinzfreie Stadt - Freistaat Preußen - Reichshauptstadt
Geburtsort Lage - Heute: Stadtteil von Berlin - Kreisfreie Stadt - Bundesland Berlin - Bundeshauptstadt
Todesdatum: 27.12.1950 (28 Jahre)
Todesort: Moskau
Todesort - Lage: Föderationsstadt - Zentraler Föderationskreis - Russische Föderation
Todesursache: Hanitsch trat nach dem Krieg dem Geheimdienst bei. Er wurde entdeckt und wegen Spionage hingerichtet.
Beigesetzt: Auf dem |→ Friedhof in Moskau Donskoi

Dienstgrade

01.05.1940 Seekadett (Ernennung)
01.11.1940 Fähnrich zur See
01.11.1941 Oberfähnrich zur See
01.04.1942 Leutnant zur See mit Rangdienstalter vom 01.04.1942 (-52-)
01.04.1944 Oberleutnant zur See mit Rangdienstalter vom 01.04.1944 (-3-)

Orden und Ehrenzeichen

08.11.1942 U-Bootskriegsabzeichen 1939
22.01.1943 Eiserne Kreuz 2. Klasse
00.08.1943 Eiserne Kreuz 1. Klasse
00.08.1943 Verwundetenabzeichen in Schwarz
00.12.1943 Dienstauszeichnung IV. Klasse

Militärischer Werdegang

01.12.1939 Eintritt in die Kriegsmarine als Seeoffiziersanwärter der Crew XII/39.
01.12.1939 - 29.02.1940 Infanteristische Grundausbildung bei der 7. Schiffsstammabteilung, Dänholm/Stralsund.
29.02.1940 - 08.06.1940 Praktische Bordausbildung auf dem Segelschulschiff Gorch Fock.
09.06.1940 - 10.12.1940 Praktische Bordausbildung auf dem Minenschiff Tannenberg.
11.12.1940 - 30.04.1941 Hauptlehrgang für Fähnriche mit anschließender Offiziershauptprüfung an der Marineschule, Flensburg-Mürwik.
01.05.1941 - 29.06.1941 Wachoffiziersschüler auf einem U-Boot der 22. U-Flottille.
30.06.1941 - 31.08.1941 U-Wachoffizierslehrgang bei der 2. U-Lehrdivision, Gotenhafen.
01.09.1941 - 26.10.1941 Torpedolehrgang für U-Wachoffiziere an der Torpedoschule, Flensburg-Mürwik.
27.10.1941 - 23.11.1941 U-Flakausbildung an der Marine-Flakschule VII, Swinemünde.
24.11.1941 - 19.12.1941 Nachrichtenlehrgang für U-Wachoffiziere an der Nachrichtenschule, Flensburg-Mürwik.
20.12.1941 - 20.02.1942 Baubelehrung für U 441 bei der 7. Kriegsschiffbaulehrabteilung, Danzig.
21.02.1942 - 13.07.1943 II. Wachoffizier auf U 441 (Typ VII C) unter Klaus Hartmann und Götz von Hartmann. 5 Unternehmungen:
↳ 17.09.1942 - 07.11.1942 - Nordatlantik. Überführung nach Frankreich.
↳ 07.12.1942 - 22.01.1943 - Nordatlantik.
↳ 27.02.1943 - 11.04.1943 - Nordatlantik, südlich Island. (Umbau zur Flakfalle).
↳ 22.05.1943 - 26.05.1943 - Golf von Biskaya. (Flakfalle).
↳ 08.07.1943 - 13.07.1943 - Golf von Biskaya. (Flakfalle - Verwundung aller Führungsoffiziere. 10 Tote und 13 Verwundete).
13.07.1943 - 00.01.1944 Marinelazarett Brest.
00.01.1944 - 00.03.1944 Zur Verfügung der 1. U-Flottille, Brest.
16.03.1944 - 31.03.1944 Fahrgerät-Lehrgang bei der 3. U-Lehrdivision, Neustadt.
01.04.1944 - 01.05.1944 Kommandanten-Lehrgang und Kommandanten-Schießlehrgang bei der 23. U-Flottille, Danzig.
02.05.1944 - 04.05.1945 Kommandant von U 428 (Typ VII C) - (Schulboot).
05.05.1945 Verlust seines Bootes U 428 durch Selbstversenkung im Kaiser Wilhelm Kanal (Aktion Regenbogen).
00.05.1945 - 00.07.1945 Britische Kriegsgefangenschaft.

Der Fall Hanitsch

Am 12.06.1950 wird Hanitsch auf eine Fahrt nach Cottbus verhaftet und im Juli 1950 in der Untersuchungshaftanstalt Potsdam (Gefängnis der Staatssicherheit) inhaftiert. Das Sowjetische Militärtribunal verurteilte Hanitsch wegen Spionage für die Franzosen am 18.12.1950 in Potsdam zum Tode durch Erschießen. Das Präsidium des Obersten Sowjets lehnte sein Gnadengesuch am 21.12.1950 ab. Das Todesurteil wurde am 27.12.1950 in Moskau vollstreckt. Sein Grab befindet sich in Moskau auf dem Friedhof Donskoi. Die GWP - Hauptmilitärstaatsanwaldschaft der Rusischen Federation - rehabilitierte Hanitsch am 30.11.1998.

Quellen & Literatur

Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten"- Mittler Verlag 1996 - S. 87.

Walter Lohmann/Hans H. Hildebrand: "Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945" - Podzun Verlag 1956 - Band 3 - Abschnitt 292 - S. 87.

Arseni Roginski/Frank Draushke: "Erschossen in Moskau... Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950-1953". Metropol-Verlag 2020.

Bibliographisches Institut: "Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches" - Verlag Leipzig u. Wien Bibliographisches Institut 1912 - 1935.

Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com