Hermann Michahelles
Lebensdaten
| Name: | Michahelles |
Hermann Michahelles
|
| Vorname: | Hermann | |
| Geburtsdatum: | 11.01.1909 | |
| Geburtsort: | Kiel | |
| Geburtsort Lage - Damals: | Stadtkreis Kiel - Regierungsbezirk Schleswig - Preußische Provinz Schleswig-Holstein | |
| Geburtsort Lage - Heute: | Kreisfreie Stadt - Landeshauptstadt - Bundesland Schleswig-Holstein | |
| Todesdatum: | 30.07.1937 (28 Jahre) | |
| Todesort: | Haunstetten | |
| Todesort - Damals: | Stadt Haunstetten - Bezirksamt Augsburg - Regierungsbezirk Schwaben und Neuburg - Freistaat Bayern | |
| Todesort - Heute: | Stadtteil von Augsburg-Haunstetten-Siebenbrunn (seit 1972) - Kreisfreie Stadt Augsburg - Regierungsbezirk Schwaben - Bundesland Bayern | |
| Todesursache: | Autounfall |
Dienstgrade
| 01.10.1927 | Seekadett (Ernennung) |
| 01.04.1929 | Fähnrich zur See |
| 01.06.1931 | Oberfähnrich zur See |
| 01.10.1931 | Leutnant zur See |
| 01.07.1933 | Oberleutnant zur See |
| 01.10.1936 | Kapitänleutnant |
Orden und Ehrenzeichen
| 00.00.0000 | - |
Militärischer Werdegang
| 05.04.1927 | Eintritt in die Reichsmarine als Seeoffiziersanwärter der Crew 27. |
| 05.04.1927 - 03.07.1927 | Infanteristische Grundausbildung bei der II. Schiffsstammabteilung der Ostsee, Stralsund. |
| 04.07.1927 - 31.10.1927 | Praktische Bordausbildung auf dem Segelschulschiff Niobe. |
| 01.11.1927 - 17.03.1929 | Praktische Bordausbildung auf dem Kleinen Kreuzer Berlin. |
| 18.03.1929 - 29.03.1930 | Hauptlehrgang für Fähnriche mit anschließender Offiziershauptprüfung an der Marineschule, Flensburg-Mürwik. |
| 30.03.1930 - 01.05.1930 | Nachrichtenlehrgang für Fähnriche an der Nachrichtenschule, Flensburg-Mürwik. |
| 02.05.1930 - 30.05.1930 | Sperrlehrgang für Fähnriche beim Sperr-Versuchskommando. |
| 31.05.1930 - 31.07.1930 | Torpedolehrgang für Fähnriche an der Torpedoschule, Flensburg-Mürwik. |
| 01.08.1930 - 24.10.1930 | Infanterielehrgang für Fähnriche bei der II. Schiffsstammabteilung der Ostsee, Stralsund. |
| 25.10.1930 - 29.01.1931 | Artillerielehrgang für Fähnriche an der Schiffsartillerieschule, Kiel-Wik. |
| 30.01.1931 - 22.09.1932 | Praktische Bordausbildung auf dem Schulschiff Schlesien. |
| 23.09.1932 - 01.10.1933 | Nicht ermittelt. |
| 02.10.1933 - 28.06.1935 | U-Lehrgang an der U-Bootabwehrschule, Kiel-Wik. |
| 01.07.1935 - 24.07.1935 | Baubelehrung für U 2 bei der Marinelehrwerkstatt, Kiel. |
| 25.07.1935 - 30.09.1936 | Kommandant von U 2 (Typ II A). |
| 01.10.1936 - 03.02.1937 | Kommandant zur Verfügung in der U-Flottille Saltzwedel, Wilhelmshaven. |
| 04.02.1937 - 30.07.1937 | Kommandant von U 35 (Typ VII A). 1 Unternehmungen: |
| ↳ 08.04.1937 - 17.05.1937 - Spanischer Bürgerkrieg. Seeüberwachung vor Spanien. | |
| 30.07.1937 | Bei Haunstetten bei einem Autounfall ums Leben gekommen. |
Der Fall Michahelles
1. Der Unfallhergang
Michahelles befand sich am frühen Morgen des 30.071937 auf der damaligen Reichsstraße 17 (heute im Bereich der B17/Haunstetter Straße) allein auf der Fahrt in Richtung Süden. In der Nähe von Haunstetten (südlich von Augsburg) kam sein privater Personenkraftwagen auf gerader Strecke aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug prallte mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen einen der massiven Alleebäume.
2. Die Folgen
Der Wagen wurde durch die Wucht des Aufpralls im Frontbereich vollständig zertrümmert. Hermann Michahelles war im Wrack eingeklemmt und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren inneren Verletzungen, bevor eine wirksame Rettung möglich war. Die polizeiliche Untersuchung der örtlichen Gendarmerie ergab keine Hinweise auf Fremdverschulden; als wahrscheinlichste Ursachen wurden damals Sekundenschlaf oder ein plötzlicher technischer Defekt am Fahrwerk diskutiert.
3. Hintergrund und Wirkung
Michahelles galt als technikbegeisterter Offizier, der auch privat leistungsstarke Fahrzeuge bevorzugte. Sein Tod löste in der U-Boot-Waffe (insbesondere in der Flottille „Saltzwedel“) große Bestürzung aus, da er als einer der erfahrensten Kommandanten der ersten Stunde galt und gerade erst das neue U 35 (Typ VII A) übernommen hatte.
Quellen & Literatur
Rainer Busch/Hans Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten"-Mittler Verlag 1996-S. 161.
Bibliographisches Institut: "Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches" - Verlag Leipzig u. Wien Bibliographisches Institut 1912 - 1935.
Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven
Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB
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Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com