U 306

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Kriegsmarine Unterseeboot U 306

Typ: VII C
Bauauftrag: 20.01.1941
Bauwerft: Flender Werke AG Lübeck
Serie: U 301 - U 316
Baunummer: 306
Kiellegung: 16.09.1941
Stapellauf: 29.08.1942
Indienststellung: 21.10.1942
Kommandant: Claus von Trotha
Feldpostnummer: M - 49 352

Kommandanten

21.10.1942 - 31.10.1943 Kapitänleutnant - Claus von Trotha

Flottillen

21.10.1942 - 28.02.1943 8. U-Flottille, Danzig (Ausbildungsboot)
01.03.1943 - 31.10.1943 1. U-Flottille, Brest (Frontboot)

Einsätze


1. Unternehmung

25.02.1943 - 27.02.1943 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kristiansand

27.02.1943 - 27.02.1943 Ausgelaufen von Kristiansand - Eingelaufen in Egersund

28.02.1943 - 04.03.1943: Ausgelaufen von Egersund - Eingelaufen in Bergen

09.03.1943 - 09.05.1943: Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Brest


Am 25.02.1943 lief U 306 unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Claus von Trotha von Kiel zu seiner 1. Unternehmung aus. Nach der Ergänzung von Brennstoff und Wasser in Kristiansand sowie ungeplanten Aufenthalten in Egersund aufgrund von Minengefahr und in Bergen wegen eines Lagerschadens, operierte das Boot im Nordatlantik und südlich von Island. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 306 am 12.04.1943 von U 462 mit 90 m³ Brennstoff sowie am 01.05.1943 von U 459 mit Proviant und am Folgetag mit weiteren 26 m³ Brennstoff versorgt. Das Boot gehörte den U-Boot-Gruppen Seeteufel und Meise an, um gegen den feindlichen Schiffsverkehr vorzugehen. Während dieser insgesamt 74 Tage dauernden Fahrt wurden 9.340 sm zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Versenkung eines Schiffes mit 10.218 BRT sowie die Beschädigung eines weiteren Schiffes mit 5.313 BRT. Am 09.05.1943 lief U 306 in Brest ein. → Erfolge U 306.

Original Kriegstagebuch U 306 - 1. Unternehmung



2. Unternehmung

10.06.1943 - 11.08.1943 Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Lorient


Am 10.06.1943 lief U 306 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Claus von Trotha von Brest zu seiner 2. Unternehmung aus. Das Boot operierte im Mittelatlantik, bei den Kanarischen Inseln sowie vor Freetown, um dort Jagd auf gegnerische Handelsschiffe zu machen. Zur Verlängerung der Einsatzdauer wurde U 306 am 19.06.1943 von U 488 mit 23 m³ Brennstoff versorgt. Während dieser insgesamt 63 Tage dauernden Fahrt wurden 8.244 sm über und 536 sm unter Wasser zurückgelegt. Im Verlauf der Operationen gelang die Beschädigung eines Schiffes mit 5.882 BRT. Am 11.08.1943 lief das Boot wieder in Lorient ein. → Erfolge U 306.

Original Kriegstagebuch U 306 - 2. Unternehmung



Verlegungsfahrt

23.09.1943 - 24.09.1943: Ausgelaufen von Lorient - Eingelaufen in Brest


Am 23.09.1943 lief U 306 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Claus von Trotha von Lorient zu einer Verlegungsfahrt aus. Das Boot verlegte nach Brest, um dort mit T-V-Torpedos ausgerüstet zu werden und die Vorbereitungen für die nächste Unternehmung abzuschließen. Nach dieser insgesamt 2 Tage dauernden Fahrt lief das Boot am 24.09.1943 in Brest ein.



3. Unternehmung

07.10.1943 - 10.10.1943 Ausgelaufen von Brest - Eingelaufen in Brest

14.10.1943 - 31.10.1943 Ausgelaufen von Brest - Verlust des Bootes


Am 07.10.1943 lief U 306 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Claus von Trotha von Brest zu seiner 3. und letzten Unternehmung aus. Aufgrund eines Defekts an der Abgasleitung war eine kurzzeitige Rückkehr nach Brest erforderlich. Nach erfolgter Reparatur und erneutem Auslaufen operierte das Boot im Nordatlantik sowie nördlich der Azorischen Inseln, wobei es der Schill angehörte, um gegen alliierte Geleitzüge vorzugehen. Im Verlauf dieser insgesamt 25 Tage dauernden Fahrt gelangen keine Versenkungen oder Beschädigungen von Schiffen. Am 31.10.1943 wurde U 306 durch britische Kriegsschiffe versenkt.

Original Kriegstagebuch U 306 - 3. Unternehmung (B.d.U. op.)


Verbleib

Datum: 31.10.1943
Letzter Kommandant: Claus von Trotha
Ort: Nordatlantik
Position: 46° 19' Nord - 20° 44' West
Planquadrat: BE 4935
Verlust durch: Hedgehog
Tote: 51
Überlebende: 0
Besatzung: Besatzungsliste U 306

Verbleib im Detail


Am 31.10.1943 wurde U 306 im Nordatlantik nordöstlich der Azorischen Inseln durch Hedgehog-Geschosse des britischen Zerstörers HMS Whitehall (D.94) unter Lieutenant Commander Charles-Leigh de Hauteville-Bell und der britischen Korvette HMS Geranium (K.16) unter Lieutenant Arthur-Robert-James Tilston versenkt.


Zitate aus der Literatur


Busch/Röll schreiben dazu:

Am 31.10.43 im Nordatlantik nordöstlich der Azoren an den vereinigten Konvois MKS.28/SL.138 nach einer Huff-Duff-Peilung des britischen Zerstörers WHITEHALL und der britischen Korvette GERANIUM mit Hedgehog-Wasserbomben versenkt.

Aus Busch/Röll - Die deutschen U-Bootverluste - S. 160.



Clay Blair schreibt dazu:

Während der Operationen am 31. Oktober entdeckten zwei britische Geleitschiffe, der Zerstörer Whitehall und die Korvette Geranium, ein Boot der Gruppe Schill 1 und versenkten es mit Hedgehog und Wasserbomben. Es handelte sich um U 306 unter Claus von Trotha. Die Briten bestätigten die Versenkung, indem sie gesplitterte Holztrümmer aus dem Wasser fischten, die im Inneren der VII-Boote verwendet wurden. Überlebende oder Leichen wurden nicht entdeckt.

Aus Clay Blair - Band 2 - Die Gejagten - S. 528.


Quellen & Literatur


Quellenverweise: → Quellenangaben in Online-Archiven

Literaturverweise: → Die genannten Bücher zum Kaufen bei Amazon oder ZVAB

Clay Blair: "Der U-Boot-Krieg - Die Gejagten 1942 - 1945" - Heyne Verlag 1999 - S. 528.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 243

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 91, 238.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 160.

Rainer Busch/Hans-Joachim Röll: "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 168.

Axel Niestlé: "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 53, 266, 280.

Herbert Ritschel: "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 301 - U 374" - Eigenverlag - S. 27 - 32.

Eberhard Rössler: "Die deutschen Uboote und ihre Werften" - Bernard & Graefe Verlag 1990 - S. 92.



Alle Angaben ohne Gewähr

Andreas Angerer - ubootarchivwiki@gmail.com

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